5.500 Jobs gesichert: Mercedes hält an Verbrenner-Produktion fest

In einem Werk von Mercedes arbeiten Angestellte an der Produktion der neuesten Modelle. Eine silberne Karosserie hängt an gelben Stahlträgern. Darunter schraubt ein Mann an der Karosserie.
Symbolbild © imago/Hans-Günther Oed

Kurz vor Weihnachten erreicht uns einmal eine gute Nachricht aus der Autobranche: Mercedes hat 5.500 Jobs gesichert, weil der Hersteller an der Verbrenner-Produktion festhält. Die Planungen sind in vollem Gange.

Tausende Menschen atmen wohl gerade erleichtert auf, denn Mercedes hat für die nächsten Jahre 5.500 Jobs gesichert. Der große Autobauer hält nämlich an der Verbrenner-Produktion fest und hat die ersten Planungen bereits bekannt gegeben.

Statt Hoffnung: Mercedes-Chef verkündet Stellenabbau

Der Mercedes-Chef Ola Källenius hatte in letzter Zeit eher mit schlechten Nachrichten von sich reden gemacht. Bis 2027 sollten nämlich rund 4.000 Mitarbeiter in den deutschen Mercedes-Werken ihre Jobs verlieren. Nicht durch betriebsbedingte Kündigungen, sondern durch das frühere Eintreten in die Rente, durch Abfindungsprogramme und durch die natürliche Fluktuation. Fünf Milliarden Euro wollte der Konzern so bis 2027 einsparen.

Zudem haben immer mehr Autokonzerne vor den extremen Folgen gewarnt, wenn die EU am Verbrenner-Verbot festhält. Jeder fünfte Arbeiter in der Automobilbranche würde dann seinen Job verlieren. Von über 70.000 Stellen war die Rede. Davon betroffen wären nicht nur die großen Automobilbauer, sondern auch andere Betriebe wie Zulieferer, Werkstätten und weitere Unternehmen. Doch nun wird am Verbrenner-Verbot kräftig gerüttelt. Die EU-Kommission hat bereits Änderungsvorschläge bekannt gegeben. Bedeutet dies nun endlich die wirtschaftliche Wende?

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Mercedes hat 5.500 Jobs gesichert: „Dank des Verbrenners“

Nun hat Mercedes angekündigt, vermehrt in Verbrenner zu investieren. Dabei geht es im Speziellen um das Sprinterwerk in Düsseldorf. Zwar sollen auch weiterhin E-Sprinter gebaut werden. Doch auch Modelle mit Verbrennungsmotor sollen wieder auf den Markt kommen. Das Unternehmen will an diesem Standort, an dem derzeit rund 5.500 Mitarbeiter angestellt sind, in den nächsten Jahren rund 200 Millionen Euro investieren.

Das Geld soll in Anlagen investiert werden, die künftig eine effektive Produktion von Verbrenner- und E-Modellen sicherstellen. Der Standort sei bis Ende dieses Jahrzehnts gesichert, heißt es vom Autohersteller. Damit dürften die Angestellten so kurz vor Weihnachten wieder jede Menge Hoffnung in ihren Arbeitgeber setzen. Eine schöne Nachricht pünktlich zum Fest der Liebe.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)