
Im neuen Jahr wird es strenge Regeln für E-Scooter-Fahrer geben. Schon jetzt ist sich kaum jemand bewusst, dass man mit dem E-Scooter ein Kleinstfahrzeug bewegt und sich an Regeln halten muss.
Ab 2027 kommen für E-Scooter-Fahrer neue und insbesondere strengere Regeln. Der Gesetzgeber konnte die bisherige Lage so nicht mehr verantworten und hat entsprechende Gesetze auf den Weg gebracht.
Immer mehr Unfälle. E-Scooter-Fahrer werden häufiger verletzt
Die Statistiken sprechen eine eindeutige Sprache: Die Anzahl der Verletzten bei Unfällen, in denen ein E-Scooter beteiligt ist, nimmt immer weiter zu. Allein im Jahr 2024 wurden knapp 12.000 Menschen bei solchen Unfällen verletzt. Und dies scheint nicht zu verwundern, denn E-Scooter-Fahrer genossen vor dem Gesetz einige Privilegien, die Rad- und Autofahrer nicht hatten.
Viele andere Verkehrsteilnehmer können auch beobachten, dass vorwiegend jüngere E-Scooter-Fahrer sehr leichtsinnig mit dem Gefährt unterwegs sind. Sie missachten Wege und Ampeln, schauen nicht genau hin, sondern fahren einfach über die Straßen. Und oftmals sieht man auf einem Gefährt auch zwei Menschen stehen, obwohl dies verboten ist und sogar mit einem Bußgeld belegt wird. Diese Umstände machten ein Handeln unbedingt notwendig.
Regeln für E-Scooter-Fahrer: Ab 2027 ziehen die Gesetze ordentlich an
Mit dem neuen Jahr werden auch die Regeln strenger. Zum einen geht es dabei um die Standard-Ausstattung der E-Scooter sowie um einige Regelungen bezüglich des Abstellens. Künftig müssen alle E-Scooter mit einem Blinker ausgestattet sein. Auch die Batterievorschriften hat der Gesetzgeber verschärft. Zudem soll jede Stadt nun eigene Regeln zum Abstellen der Scooter aufstellen dürfen. Außerdem erhöht das Gesetz die Bußgelder. Wie Radfahrer auch dürfen E-Scooter-Fahrer dann den grünen Pfeil an der Ampel nutzen.
Schärfere Regeln gelten auch für die Haftung. Bislang konnten Sharing-Dienste sämtliche Ansprüche von Geschädigten abschmettern, wenn man den Fahrer nicht ermitteln konnte. Dies soll zukünftig nicht mehr möglich sein. Zudem können sich bei Privatpersonen die Geschädigten direkt an die Versicherung des Haftenden wenden, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Überdies gilt: Im Falle eines Unfalls muss der Fahrer seine Unschuld beweisen. Experten rechnen damit, dass die neuen Regelungen eine Erhöhung der Versicherungsprämien zur Folge haben könnten. Diese seien jedoch im einstelligen Euro-Bereich.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Bundesregierung, Destatis, GDV)














