
So mancher Autofahrer wird sich sicherlich schon gedacht haben, dass Reparaturen deutlich teurer sind als nötig. Genau diesen Eindruck kann der ADAC nun bestätigen und deckt Kostenfallen auf.
Autofahrer zahlen für ihre Reparaturen deutlich mehr als nötig wäre. Der ADAC hat nun einige Tests gemacht und kommt zu einem schockierenden Ergebnis.
Preise für Autoreparaturen steigen: Versicherungen ziehen nach – „Das ist Abzocke“
In diesem Jahr müssen viele Autofahrer für ihre Versicherung wieder mehr bezahlen. Hintergrund ist, dass die Versicherungen die Typ- und Regionalklassen angehoben haben. Dahinter steckt unter anderem, dass die Reparaturen für die Autos höher sind als bislang. Der Grund hierfür sind die nicht nur die gestiegenen Löhne. Auch die Rechnungen sind enorm gestiegen. Die Kostenvoranschläge, die man der Kfz-Versicherung im Falle eines Schadens einreichen muss, lassen so manchen Autofahrer mit den Ohren schlackern. Ein einfacher Blechschaden, den man auf einige Hundert Euro geschätzt hat, entpuppt sich als Schaden von mehreren Tausend Euro. Viele Menschen fühlen sich über den Tisch gezogen und sprechen von Abzocke der Werkstätten.
Auto-Reparaturen oft deutlich teurer als nötig: Tests offenbaren Schockierendes
Subjektives Empfinden mag nicht auf die Allgemeinheit zutreffen. Da jedoch immer mehr Menschen dieses Empfinden hatten, hat der ADAC die Kosten für drei Schadenfälle bei 21 Modellen getestet. Die Schadenfälle spiegelten diejenigen Ereignisse, die bei den Autofahrern am häufigsten vorkommen: Austausch der Windschutzscheibe, beispielsweise aufgrund von Steinschlag, einen Parkschaden, der vorne links und am Heck hinten rechts entsteht. Ein Sachverständiger erstellte für alle drei Schadenfälle für 21 Modelle einen Kostenvoranschlag mit einer Software, die auch Kfz-Werkstätten nutzen. Die Ergebnisse können durchaus schockieren.
Den größten Unterschied wies der Austausch der Windschutzscheibe auf. Während der Kompaktstromer MG4 unter der 1.000-Euro-Grenze blieb, kostete der Wechsel beim VW Golf mit mehr als 2.400 Euro am meisten. Dabei konnten die Tester nicht nachvollziehen, wieso fast gleich gebaute Modelle einen Preisunterschied von mehreren Hundert Euro aufwiesen. Mehrere Tausend Euro kostet auch der Austausch bei einem Parkschaden vorne. Als Grund hierfür nennen die Sachverständigen die Lichttechnik. Je nach Modell und der Verfügbarkeit von Ersatzteilen kann es hier richtig teuer werden. Dasselbe gilt für den Austausch am Heck. Ein großes Problem sieht der ADAC in der Vorgabe der Hersteller, nur einen Komplettaustausch vorzunehmen. Der Verband plädiert dafür, die Autos zukünftig reparaturfreundlicher zu bauen.
(Quellen: ADAC, Werkstatt-Test 2025)














