ADAC warnt: Einfacher Fehler im Winter wird zum Spritkiller

Das Bild einer voll befahrenen Straße mit mehreren Autos. Es hat geschneit und die Straßen sehen glatt aus. Einige Autos sind noch voller Schnee und es ist nebelig.

Symbolbild © istockphoto/dan_prat

Ein kleiner Fehler im Winter kann Autofahrer teuer zu stehen kommen: Der ADAC warnt vor versteckten Spritkillern, die viele täglich übersehen – und die den Verbrauch massiv in die Höhe treiben.

Der Winter frisst Sprit – oft schneller, als Autofahrer merken. Kleine Gewohnheiten, die harmlos wirken, treiben die Kosten heimlich nach oben.

Der teuerste Aufsatz fährt oben mit

Wenn die Temperaturen sinken, steigen an der Zapfsäule nicht selten die Sorgenfalten. Doch oft liegt der Grund nicht im Motor, sondern ganz woanders. Was viele nicht wissen: Laut ADAC sind Dachboxen im Winter der größte zusätzliche Spritfresser. Schon bei moderaten achtzig km/h steigt der Verbrauch mit montierter Box um rund elf Prozent. Bei Tempo 130 können bis zu zwei Liter Mehrverbrauch pro 100 Kilometer anfallen. Schuld ist der erhöhte Luftwiderstand.

Das eigentliche Problem: Zahlreiche Autofahrer lassen die Dachbox nach dem Skiurlaub einfach montiert. Tage, Wochen oder sogar Monate. Ein teurer Irrtum, der sich mit jedem Kilometer summiert. Wer die Box nicht benötigt, sollte sie sofort abnehmen. Doch die Box ist nicht der einzige heimliche Kostentreiber. Schnee und Eis auf dem Auto verschlechtern die Aerodynamik und erhöhen das Gewicht. Beides lässt den Motor härter arbeiten. Auch zu niedriger Reifendruck ist ein Klassiker im Winter und erhöht den Rollwiderstand deutlich.

Lesen Sie auch
Gleichberechtigung: Männer dürfen auf Frauenparkplätzen parken

Kleine Sünden, große Wirkung an der Zapfsäule

Hinzu kommen elektrische Verbraucher: Sitzheizung, Heckscheibenheizung und starkes Gebläse ziehen Energie. Die liefert der Generator – und der wird vom Motor angetrieben. Mehr Strom bedeutet also mehr Sprit. Besonders problematisch ist das Warmlaufenlassen des Motors im Stand. Diese Praxis ist nicht nur verboten, sie kostet auch unnötig Kraftstoff und bis zu achtzig Euro Bußgeld drohen.

Ein weiterer Winterfehler: Enteiserspray im Innenraum. Fachleute warnen vor gesundheitsschädlichen Dämpfen. Besser ist es, die Scheiben regelmäßig mit Glasreiniger oder Anti-Beschlag-Spray zu säubern. Auch Winterreifen haben zwei Seiten. Sie bieten mehr Sicherheit bei Eis und Schnee, erhöhen aber durch ihre weiche Gummimischung den Rollwiderstand – und damit den Verbrauch. Der ADAC rät daher zu bewusstem Fahrverhalten: Dachaufbauten abnehmen, Reifendruck prüfen, Kurzstrecken vermeiden und den Gasfuß zügeln. Sparen lässt sich sogar beim Tanken: Abends zwischen 20 und 22 Uhr ist der Sprit oft am günstigsten. Und wer die Autobahn zum Tanken verlässt, spart im Schnitt bis zu zwanzig Cent pro Liter.

(Quellen: ADAC, Verbraucherzentrale)