ADAC warnt: Immer weniger Kinder fahren sicher Fahrrad

Drei Kinder überqueren einen Zebrastreifen. Sie sind wohl auf dem Weg zur Schule. Zwei Jungs fahren Roller, ein Mädchen fährt Fahrrad. Auf der Straße müssen sie auf Autos aufpassen.
Symbolbild © istockphoto/Imgorthand

Viele Eltern gehen davon aus, dass ihr Kind nach der Radfahrausbildung in der Schule sicher im Straßenverkehr unterwegs ist. Eine aktuelle Umfrage der ADAC Stiftung zeigt jedoch, dass genau das häufig nicht der Fall ist.

Nach Angaben der ADAC Stiftung beherrschen 38 Prozent der sieben- bis neunjährigen Kinder grundlegende Fähigkeiten wie den Schulterblick, das sichere Fahren mit nur einer Hand oder das korrekte Geben von Handzeichen nicht zuverlässig. Dabei sind genau diese Techniken entscheidend, um im Straßenverkehr sicher abbiegen oder auf andere Verkehrsteilnehmer reagieren zu können.

Umfrage deckt auf: Immer weniger Kinder fahren sicher Fahrrad

Auch bei älteren Kindern sieht die Situation nicht durchweg besser aus. Laut den befragten Eltern zeigt mehr als jedes fünfte Kind zwischen zehn und zwölf Jahren trotz absolvierter Radfahrausbildung noch Unsicherheiten – vor allem beim Anfahren, Abbiegen oder dem Überqueren von Kreuzungen. Insgesamt können zwar 96 Prozent der Vier- bis Zwölfjährigen Fahrrad fahren, doch das sichere Verhalten im Straßenverkehr erfordert deutlich mehr als nur das Halten des Gleichgewichts.

Die Verantwortung sehen viele Familien in erster Linie bei sich selbst. Mehr als die Hälfte der befragten Eltern ist der Meinung, dass sie ihren Kindern sicheres Verhalten auf dem Fahrrad vermitteln müssen. Nur rund jeder zehnte Befragte betrachtet die Schule als hauptverantwortlich für die Verkehrserziehung.

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Eltern müssen mit Kindern üben – Unfälle auf dem Fahrrad senken

Der ADAC empfiehlt deshalb, regelmäßig gemeinsam mit den Kindern zu üben – möglichst zunächst auf verkehrsarmen Wegen oder abgesperrten Flächen. Dort lassen sich Schulterblick, Handzeichen, sicheres Bremsen und das einhändige Fahren ohne Zeitdruck trainieren. Gerade die Sommerferien gelten als guter Zeitpunkt, bevor mit dem Schulbeginn wieder deutlich mehr Kinder auf den Straßen unterwegs sind.

Wie wichtig diese Vorbereitung ist, zeigen auch die Unfallzahlen. Im Jahr 2025 kamen in Deutschland 74 Kinder unter 15 Jahren bei Verkehrsunfällen ums Leben, 13 davon mit dem Fahrrad. Rund 29.200 Kinder wurden im Straßenverkehr verletzt. Vor diesem Hintergrund appellieren Experten an Eltern, das sichere Radfahren regelmäßig zu üben und nicht allein auf die schulische Verkehrserziehung zu vertrauen.

(Quellen: ADAC, Forsa)