Ära endet: Autobauer streichen ein wichtiges Bauteil in Verbrenner

Schwarze Autotüren hängen an einem gelben Laufband in einer Autoproduktionsfabrik. Dahinter ist eine große und gut ausgeleuchtete Produktionshalle zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/Traimak_Ivan

Viele Autobauer streichen ein wichtiges Bauteil in den Verbrennern. Ein wahrer Klassiker der Branche steht damit vor dem Aus. Der Trend scheint unaufhaltsam voranzuschreiten. 

Der Verbrenner steht unter Druck. Große Autobauer streichen ein wichtiges Bauteil, das einen massiven Einfluss auf die Geschichte der Mobilität hat. Damit steht ein wahrer Klassiker vor dem Aus.

Autobauer läuten Ende einer Ära ein

Die Absatzzahlen von Autos mit Schaltgetrieben sind seit Jahren im Rückgang. Mittlerweile steht die manuelle Gangschaltung gänzlich vor dem Aus. Mehrere Automobilkonzerne haben angekündigt, die Produktion in wenigen Jahren komplett einstellen zu wollen. Beispielsweise bietet VW das Modell Tiguan seit 2023 nicht mehr mit Schaltgetriebe an – bis 2030 sollen alle andere Modelle folgen. Zudem setzt Mercedes künftig vollständig auf andere Technologien. Auch die Geschäftsleitung von Mini läutete das Ende des Schaltgetriebes ein. Die Autobauer begründen den Trend vor allem damit, die Kosten für die Weiterentwicklung des Bauteils sparen zu wollen. Im Fokus der Entwickler stehen dagegen Elektro- oder Hybridmodelle mit Automatikgetriebe.

Aufgrund des von der Europäischen Union verhängten Verbrennerverbots ab 2035 steht die Automobilbranche vor einem riesigen Wandel. Das Automatikgetriebe gilt als schadstoffärmere Alternative zum klassischen Schaltgetriebe und wird daher nicht nur aufgrund des höheren Komforts für die Fahrer von den Autobauern bevorzugt. In Elektroautos sind bis auf wenige Ausnahmen ohnehin ausschließlich Automatikgetriebe verbaut. Es gibt aber auch Hersteller, die bislang noch kein feststehendes Ende des Schaltgetriebes einläuteten. Beispielsweise bietet BMW mit allen Modellen weiterhin eine Option mit Schaltgetriebe an. Noch würden immerhin 15 bis 20 Prozent aller BMW-Käufer die manuelle Gangschaltung bevorzugen, heißt es aus Unternehmenskreisen.

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Führerschein könnte günstiger werden

Der Verbrenner an sich sei laut BMW immer noch sehr nachgefragt. Dennoch vermutet die Geschäftsführung, dass in den Verkaufszahlen ein Peak erreicht sei und sich mittelfristig die Kosten mit den Elektroautos angleichen werden. Das Aussterben des Verbrenners bedeutet wohl auch das Ende der manuellen Gangschaltung. Was sich für Nostalgiker schlecht anhört, könnte sich für Fahranfänger gewinnbringend auszahlen. Denn Experten vermuten sogar, dass mit dem Ende des Schaltgetriebes der Führerschein billiger werden könnte. So könnten sich Fahrschulen die Anschaffungskosten von Autos mit manueller Gangschaltung sparen und somit die Fahrstunden günstiger anbieten. Auch Fahrsimulatoren könnten dazu beitragen, die Kosten für Fahranfänger zu reduzieren.