Ahnungslos: Lieber keine Getränke im Auto mitnehmen – „Gefahr“

In einem Auto in einer kleinen Öffnung an der Tür des Wagens liegen mehrere kleine Wasserflaschen. Sie sind voll mit Wasser und dienen dazu, den Durst des Fahrers zu löschen.
Symbolbild © istockphoto/Kamonwan Wankaew

Rund um den Innenraum eines Autos kursieren viele Gerüchte und nicht jeder Autofahrer weiß um alle Bescheid. Sich informieren ist daher wichtig, auch um Gefahren und Strafen zu vermeiden. Deshalb sollte man einige Getränke lieber nicht im Auto mitnehmen.

Hitze im Auto verwandelt Alltagsgegenstände in Brandsätze. Trotzdem haben viele Millionen Autofahrer Getränke in ihrem Auto verstaut. Doch hinter diesen verbirgt sich eine unsichtbare Gefahr.

Unscheinbarer Brandherd – wie eine Flasche zur Gefahr wird

Sommer, 30 °C draußen, und das Auto verwandelt sich binnen Minuten in einen Backofen mit über 50 °C Innenraumtemperatur. Wer dann einfach eine klare Wasserflasche im Wagen lässt, riskiert mehr als nur verschluckte Flüssigkeit. Durch die bündelnde Wirkung von Wasser und Plastik wirkt die Flasche wie eine winzige Lupe. Gebündelte Sonnenstrahlen treffen punktuell auf Polster und Teppich und lassen diese glimmen – wie US-Feuerwehren in spektakulären Fällen dokumentierten.

Doch es gibt einen zweiten bedenklichen Effekt: Werden PET-Flaschen heiß, lösen sie BPA, Antimon und Mikroplastik – Stoffe, die in Studien mit hormonellen Störungen, Krebs oder Diabetes in Verbindung gebracht wurden. Wer regelmäßig erhitztes Wasser daraus trinkt, erhöht langfristig sein Risiko. Metall- oder Glasflaschen helfen hier nicht nur gegen Brandgefahr, sondern auch gegen Gesundheitsrisiken.

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Getränke im Auto nicht mitnehmen – hier lauert das tatsächliche Risiko

Doch das ist nur der erste Teil: Im heißen Auto steigt der Druck in verschlossenen Flaschen rapide. Kohlensäurehaltige Getränke können wie kleine Bomben explodieren – ab rund 50 °C platzten schon mehrfach Dosen oder Flaschen. Spraydosen wie Deos oder Haarspray, die Gas unter Druck enthalten, geraten ähnlich unter Stress und können zerbersten – mit drastischen Folgen für Innenausstattung und Insassen.

Elektronische Geräte wie Smartphones, Powerbanks oder E‑Reader reagieren ebenfalls empfindlich auf solche Temperaturen: Akkus überhitzen, Leistung sinkt und im Extremfall droht Brandgefahr. Außerdem verlieren Medikamente und Kosmetika oft ihre Wirkung oder setzen schädliche Dämpfe frei, wenn sie in praller Sonne stehen – ein Risiko, das kaum jemand auf dem Schirm hat. Deshalb wirklich lieber nur mit den nötigsten Dokumenten reisen und sich eine Abkühlung an der Raststätte besorgen.