An Tankstellen: Spritpreise sinken wieder deutlich nach Anstieg

Das Bild einer Tankstelle. Es zeigt eine Großaufnahme verschiedener Zapfsäulen. Unter anderem steht auf einem der Zapfsäulenschilder auch E20. Im Hintergrund kann man ein parkendes weißes Auto erkennen.
Symbolbild © imago/ABACAPRESS

Nachdem die Spritpreise zuletzt ordentlich in die Höhe schossen, ist nun Besserung in Sicht. Aktuell sinken die Preise an den Tankstellen wieder. Besonders bei einem Kraftstoff ist die Senkung deutlich spürbar.

Derzeit macht sich etwas Erleichterung an den Zapfsäulen der Bundesrepublik breit. Die Spritpreise gehen derzeit wieder nach unten. Komplette Entwarnung gibt es trotz Maßnahmen der Bundesregierung jedoch nicht.

Spritpreise: Autofahrer atmen vorerst auf

In den vergangenen Wochen haben die Spritpreise rekordverdächtige Höhen erreicht. Am 1. Januar 2026 konnte man Super noch für 1,76 Euro (im bundesweiten Durchschnitt) tanken, Diesel sogar für nur 1,66 Euro. Seit Beginn des Krieges im Iran ist dies nur noch eine Wunschvorstellung. Die bundesweite Preisspitze lag bei Diesel am 23. März mit 2,31 Euro pro Liter und bei Super schon am 20. März mit 2,14 Euro. Am günstigsten ist noch E10, wo der höchste Wert bei 2,08 Euro lag. Nun sind die Spritpreise im Sinkflug – vorerst.

Aktuell liegt der Liter Diesel bei etwa 2,24 Euro und Super bei 2,12 Euro. Der Grund für die zeitweise Senkung liegt in der Aussage von US-Präsident Donald Trump. Dieser kündigte zuletzt an, fünf Tage lang keine Energieanlagen im Iran angreifen zu wollen. Da die Kraftstoffe stark von den Rohölpreisen abhängen, könnte der Trend bald wieder nach oben gehen.

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Bundesregierung ergreift Maßnahmen gegen steigende Spritpreise

Schon vor einigen Tagen hatte die Bundesregierung angekündigt, neue Regelungen einzuführen, um die Preise an den Tankstellen besser regulieren zu können. Zum sogenannten „Spritpreispaket“ gehört vor allem, dass Tankstellen künftig nur einmal täglich die Preise erhöhen dürfen. Laut Gesetzentwurf soll dies immer mittags um 12 Uhr möglich sein. Senkungen dürfen jederzeit erfolgen. Die schwarz-rote Koalition und die Grünen stimmten dafür, AfD und Die Linke dagegen. Trotzdem muss der Entwurf nur noch vom Bundesrat freigegeben werden, ist ansonsten aber beschlossene Sache.

Weiterhin will die Regierung die Ölreserven Deutschlands anzapfen. Die Maßnahmen sollen eine Stabilisierung der Preise bringen, was viele jedoch kritisch sehen. Kritikern zufolge könnte die Einmalerhöhung pro Tag sogar dazu führen, dass die Spritpreise nahezu explodieren. Die Tankstellen würden von vornherein mehr einkalkulieren. Die Tankstellen würden von vornherein mehr einkalkulieren. Zwar entspanne sich dadurch der Wettbewerb, Verbraucher müssen möglicherweise dennoch tiefer in die Tasche greifen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)