Auch Tanken: Neue Regeln kommen 2026 für Millionen Autofahrer

Eine rote Tankstelle mit Tanksäulen für verschiedene Kraftstoffe. Auch Hilfsmittel zum Aufpumpen der Reifen und Putzwasser sind zu sehen, ebenso wie Feuerlöscher, ein Mülleimer und Palmen im Hintergrund.
Symbolbild © istockphoto/jpgfactory

Der Bundestag hat kürzlich eine Gesetzesänderung verabschiedet, die für Autofahrer ab 2026 einiges verändert. Während manche dank der neuen Regeln bald kostenlos fahren und im besten Fall sogar Geld verdienen können, haben andere Mehrkosten.

Die Bundesregierung hat in den letzten Wochen und Monaten an zahlreichen Reformen gearbeitet. Unter den neuen Regeln sind auch einige, die die Energiewende entscheidend vorantreiben sollen und Millionen Autofahrer betreffen.

2026: Auch neue Regeln beim Tanken

Laut einer Studie eines Portals für Leasing-Fahrzeuge gibt der Durchschnitt der Deutschen während der gesamten Laufbahn als Autofahrer fast eine halbe Million Euro für sein Fahrzeug aus. Ab 2026 steigen die Kosten zumindest für Verbrenner-Fahrer weiter. Da die CO₂-Steuer im kommenden Jahr ansteigt, zahlen Autofahrer dann pro Liter Tankfüllung etwa 2,8 Cent mehr bei Benzin und 3,2 Cent mehr bei Diesel. Und die Tendenz soll in den nächsten Jahren weiter steigen. 2030 könnte sich die CO₂-Steuer sogar verdoppeln.

Da viele nicht auf ihr Auto verzichten wollen oder können, lohnt sich vielleicht die Überlegung, sich ein E-Auto anzuschaffen. So oder so: Wer pendelt, erhält mehr Geld vom Staat. Die Pendlerpauschale wird 2026 auf 38 Cent pro Kilometer erhöht. Dabei ist es unerheblich, ob man mit dem Auto, Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist. Geringverdiener bekommen außerdem weiterhin die Mobilitätsprämie.

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Neue Regeln: Änderungen für Autofahrer

Die Gesetzesänderung der Bundesregierung besagt, dass E-Autos künftig nicht mehr als Autos, sondern fahrende Stromspeicher zählen. Das heißt: Entnehmen die Verbraucher Strom beim Laden ihres Autos und speisen später den überschüssigen Strom wieder ins Netz ein, muss nur einmal das Netzentgelt entrichtet werden. Bislang war dies bei beiden Vorgängen notwendig. Stellt man es richtig an, können E-Auto-Fahrer so jährlich zwischen 500 und 720 Euro Plus machen und etwa 14.000 Kilometer kostenlos fahren. Auch in Sachen Kfz-Steuer können E-Auto-Besitzer sparen.

Bis Ende 2030 neu zugelassene Elektroautos können laut Bundesregierung bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit werden. Menschen mit einem Bruttoeinkommen unter 3.800 Euro können damit – je nach Fahrzeugtyp – mehrere Tausend Euro sparen. Für die Befreiung ist auch kein Antrag nötig. Sie erfolgt automatisch mit der Zulassung. Auch erhalten Bürger derselben Einkommensklasse eine Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro bei der Anschaffung eines E-Autos. Dafür darf das Fahrzeug jedoch höchstens 53.550 Euro brutto kosten.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, ADAC, Bundesregierung, BAFA)