Auf dem Vormarsch: Chinesischer Hersteller verkauft mehr als deutsche

Aus der Nähe ist ein BYD- Logo auf der Kühlerhaube eines in China produzierten E-Autos zu sehen. Das Auto sieht nach einem Kleinwagen aus, ist recht neu und die silber-graue Farbe reflektiert und glitzert, weil sie wohl frisch poliert wurde.
Symbolbild © imago/Winfried Rothermel

Er ist kaum aufzuhalten: Ein chinesischer Hersteller ist auf dem Vormarsch ‒ und in der Summe liegt Deutschland mit den ursprünglichen Mobilitätsplänen weit zurück. Insgesamt steigt jedoch die Zahl der batterieelektrischen Fahrzeuge im Land.

Chinesische Hersteller verzeichnen weiterhin ein nicht zu unterschätzendes Wachstum in der E-Auto-Welt. Eine Marke sticht dabei besonders hervor. Zugleich begräbt Deutschland das ursprüngliche Ziel für 2030 und verabschiedet sich damit von einem ambitionierten Plan.

15-Millionen-Ziel: Für Deutschland wohl kaum zu schaffen

Bis zum Jahr 2030 sollte der deutsche Pkw-Bestand aus 15 Millionen E-Autos bestehen. Das sah der ursprüngliche Koalitionsplan der Ampel-Regierung zumindest vor. Inzwischen ist klar: Einen solchen Plan mit einer konkreten Zahl gibt es nicht mehr. Offenbar erscheint er unrealistisch. Dennoch wird der Kauf von batterieelektrischen Fahrzeugen aktiv gefördert, um das Ziel der emissionsfreien Mobilität greifbar zu machen und so die Klimaziele zu erreichen. Die staatliche Kaufprämie schafft einen Anreiz. Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) belegen jetzt, dass im Juli 2026 fast jede dritte Neuzulassung ein E-Auto war.

Chinesischer Hersteller ist auf dem Vormarsch

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Dacia verzeichnet aufgrund des geringen Elektroanteils einen Rückgang in Deutschland und kann sich die staatliche Unterstützung kaum zunutze machen. Ganz anders sieht es beim chinesischen Hersteller BYD aus: Mit mehr als 31.400 Neuzulassungen im Bundesgebiet in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 kommt der asiatische Autobauer der Verkaufszahl der französischen Marke Citroën sehr nah. Knapp 31.900 Zulassungen kann die Stellantis-Marke im Vergleichszeitraum vorweisen.

Das BYD-Wachstum ist neben den Zulassungen reiner Stromer auch auf Plug-in-Hybride zurückzuführen. Im globalen Vergleich liegt BYD im Zeitraum Januar bis Juni 2026 auf dem ersten Platz bei den E-Auto-Verkäufen. Die Verkaufszahl beläuft sich auf fast 1,6 Millionen Fahrzeuge weltweit. Deutsche Autobauer wie VW und BMW folgen erst nach den Marken Tesla, Geely und Leapmotor. Ein YouGov-Autoranking für 2026 zeigt zugleich: Insgesamt sind heimische Marken ‒ unabhängig von der Antriebsart ‒ nach wie vor am beliebtesten im eigenen Land. Audi führt die Liste an. Es folgen BMW, Mercedes-Benz und VW.

(Quellen: Focus online, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)