Ausland-Offensive: Deutsche Autobauer geraten weiter unter Druck

Eine hochmoderne Fabrik eines E-Autobauers. Gelbe Roboterarme und orangefarbene Maschinen stellen hoch automatisiert Elektroautos her. In dem Werk sieht man Technik und Technologie, aber keine Arbeiter.
Symbolbild © imago/Imagn Images

Und wieder kommt eine Offensive aus dem Ausland und setzt damit die deutschen Autobauer weiter unter Druck. Auch die etablierten Autohersteller müssen sich nun gewaltig in Acht nehmen. Die Konkurrenz schläft nicht.

Ein weiterer Konkurrent zeigt jetzt einmal mehr, dass sich bei den Autoherstellern hierzulande gewaltig etwas tun muss. Denn durch eine neue Offensive geraten die deutschen Autobauer weiter unter Druck. Die Folgen dürften verheerend sein.

Deutsche Autobauer weiter unter Druck: Ausland prescht weiter vor

In Deutschland gibt es Marken, die mehr als nur akzeptiert sind. Wohl kaum jemand kann sich Deutschland ohne einen Tesla auf der Straße vorstellen. Während man mit diesem Konkurrenten schon lange leben kann und muss, sieht es für die deutschen Autobauer jetzt immer schlechter aus. Konnten sie gerade in China mit ihren hochpreisigen Luxusklassen punkten, ist der Markt hier rapide eingebrochen. Die Chinesen kaufen inzwischen lieber chinesische Autos. Denn diese kosten nicht nur weniger. Sie haben den deutschen Modellen auch einiges voraus. Mit dem E-Auto eines türkischen Herstellers kommt nun ein weiterer Konkurrent auf den deutschen Markt. Und dieser heißt nicht BYD.

Ausland prescht mit neuem Modell vor: Autobauer müssen sich etwas einfallen lassen

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Jetzt stößt ein weiterer Konkurrent mit einem E-Modell auf den deutschen Markt und bietet diesen sogar günstiger an als die Modelle der deutschen Autobauer. Den Angriff startet dieses Mal die chinesische Marke Zeekr und bietet gleich drei neue Modelle an, zwei SUVs und einen „Shooting Brake“, also ein Modell, das sportliche Eleganz mit der Form eines Kombis zusammenbringt. Das Modell Zeekr X startet mit einem Preis von 37.990 Euro und ist damit günstiger als vergleichbare Modelle von VW, BMW und Porsche.

Die Modelle sollen in Europa entwickelt worden sein, werden aber in China gebaut. Damit zählen sie zu den Modellen, die mit Einfuhrzöllen von bis zu 35 Prozent belegt werden, um dem Preis-Dumping entgegenzuwirken. Doch trotz dieser Zölle scheint es sich zu lohnen, die Modelle in China herzustellen und nach Europa zu exportieren. Ab Januar werden die Zeekr-Modelle nach Deutschland geliefert. Vor Ort kann man sie nicht bestellen, sondern lediglich übers Internet. Dennoch soll es 40 Service-Center und Kooperationen mit entsprechenden Werkstätten geben.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Elektroauto-News, WELT, Reuters, ADAC)