Auto-Hammer aus Brüssel – neue Billig-E-Autos sollen kommen

Viele kleine weiße chinesische Billig-E-Autos stehen in einer Halle in einer Reihe. Die elektrischen Neuwagen zählen zu den günstigsten überhaupt.
Symbolbild © imago/VCG

Immer mehr Autofahrer beschäftigen sich mit der Frage, ob sich der Wechsel auf ein Elektroauto lohnt. Die Auswahl wächst, zugleich kommen laufend neue Modelle mit größeren Reichweiten und kürzeren Ladezeiten auf den Markt. Für manche Käufer sprechen zudem niedrigere laufende Kosten für einen Stromer.

Teure E-Autos: Kleinwagen kosten im Schnitt fast 30.000 Euro

Trotz sinkender Preise kostet ein neues Elektroauto häufig weiterhin viel Geld. Besonders Modelle mit größeren Batterien und hoher Reichweite erreichen schnell Preise von mehreren zehntausend Euro. Der ADAC kommt für elektrische Kleinwagen 2026 auf einen durchschnittlichen Einstiegspreis von knapp 30.000 Euro. Zwar wächst inzwischen das Angebot unterhalb dieser Grenze: Modelle wie der Dacia Spring, der Leapmotor T03 oder der Citroën ë-C3 starten für rund 20.000 Euro. Dennoch bleiben Elektroautos bei der Anschaffung häufig teurer als vergleichbare Verbrenner. Ein Grund dafür sind die weiterhin hohen Kosten der Batterie.

Billig-E-Autos: EU plant eine neue Fahrzeugklasse

Andere Märkte zeigen allerdings, wie klein und vergleichsweise günstig elektrische Autos ausfallen können. In Japan spielen sogenannte Kei-Cars seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Die Fahrzeuge folgen strengen Vorgaben bei Abmessungen und Leistung und profitieren dort von steuerlichen sowie weiteren finanziellen Vorteilen. Mittlerweile wächst auch das elektrische Angebot. Nissan verkauft den Elektro-Kleinwagen Sakura aktuell ab 2.448.600 Yen (etwa 13.700 Euro). Zudem ist der chinesische Hersteller BYD mit dem speziell für den japanischen Markt entwickelten RACCO eingestiegen.

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Die Idee hinter solchen kompakten Fahrzeugen könnte künftig auch den europäischen Markt stärker prägen. Die EU-Kommission hat dafür die neue Unterkategorie M1E vorgeschlagen. Sie soll rein elektrische Pkw mit höchstens 4,20 Metern Länge umfassen und politischen Spielraum für gezielte Anreize schaffen. Zudem sieht ein Vorschlag Vorteile bei der Berechnung der CO₂-Flottenziele für entsprechende, in der EU produzierte Modelle vor. Dadurch könnten Hersteller einen zusätzlichen Anreiz erhalten, kleinere und preiswertere Stromer anzubieten. Noch steht die endgültige Ausgestaltung jedoch nicht fest. Die Entwicklung japanischer Kei-Cars liefert damit eher ein Vorbild als konkrete Importpläne – könnte Europa aber bei günstigeren Elektroautos neue Impulse geben.

(Quellen: EU-Kommission, ACEA, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)