
Es muss sich etwas tun in Deutschland, wenn die Bürger bald vermehrt hinter dem Steuer der E-Autos sitzen sollen. Selbst ein Autobauer-Chef ist sich mittlerweile sicher: Die E-Autos werden bald billiger als Verbrenner.
Zwar steigt der Absatz von Elektrofahrzeugen weltweit weiter an, doch der Markt entwickelt sich uneinheitlich. Während einige Marken von der Nachfrage profitieren, geraten andere unter Druck.
Prognose: E-Autos werden bald billiger als Verbrenner
Besonders deutlich wurde das zuletzt bei Ford: Der US-Konzern musste für seine Elektro-Sparte einen Verlust von fast 20 Milliarden Dollar verbuchen. Hohe Entwicklungskosten, teure Batterien und Rabattschlachten zehren an den Margen. Experten sehen mehrere Gründe für die Zurückhaltung vieler Kunden. Zum einen sind E-Autos in der Anschaffung oft noch deutlich teurer als vergleichbare Benziner oder Diesel. Zum anderen bleibt die Ladeinfrastruktur vielerorts lückenhaft.
Gerade in ländlichen Regionen schrecken lange Ladezeiten und fehlende öffentliche Säulen potenzielle Käufer ab. Auch Unsicherheiten über Restwerte und Batterielebensdauer spielen eine Rolle. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Hersteller, den Wandel zu beschleunigen. Strengere Klimavorgaben, drohende Fahrverbote für Verbrenner und internationale Konkurrenz zwingen die Branche zum Umdenken. Milliarden werden in neue Werke, Software und Batterietechnik investiert.
Preisdruck steigt – E-Autos im Ausland auf der Überholspur
Viele Analysten rechnen damit, dass sich der Markt in den kommenden Jahren weiter ausdifferenziert. Günstigere Modelle aus Asien erhöhen den Preisdruck, während europäische Hersteller versuchen, mit Qualität und Service zu punkten. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, alltagstaugliche Fahrzeuge zu bezahlbaren Preisen anzubieten. Bei Volvo zeigt sich die Tendenz in Richtung E-Auto mittlerweile deutlich – während andere Fahrzeughersteller noch zu kämpfen haben. Håkan Samuelsson geht so weit und behauptet, dass E-Autos bald billiger werden als Verbrenner.
Für Verbraucher bleibt die Entscheidung komplex. Ein E-Auto kann Betrieb günstiger sein – doch Anschaffung und Infrastruktur müssen passen. Eine Herausforderung, vor der die Automobilbranche in Deutschland noch steht. Solange diese Rechnung nicht für die Mehrheit aufgeht, wird der Verbrenner seinen Platz behalten – und die Industrie weiter zwischen Aufbruch und Krise pendeln.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redaktion, Volvo-CEO Håkan Samuelsson)














