
Bitterer Schlag für einen eigentlich erfolgreichen Hersteller: Nur ein einziges E-Auto dieser Marke wurde in Deutschland zugelassen. Welcher globale Premium-Konzern hinter der Niederlage steckt – und die Gründe für die ernüchternde Bilanz.
Einen solchen Start ins neue Jahr hatte sich der Autogigant in Deutschland wohl nicht vorgestellt. Doch das Ergebnis ist eindeutig.
Kaum zu glauben: Nur ein E-Auto in Deutschland zugelassen
Offizielle Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) suggerieren auf den ersten Blick einen Erfolg für den E-Auto-Markt in Deutschland. Demnach beläuft sich die Zahl der Neuzulassungen im Januar auf fast 42.700. Das bedeutet auch: Fast jeder vierte Käufer fährt einen E-Wagen. Allerdings verweisen Fachleute auf weitere Zusammenhänge und warnen vor voreiligen Schlüssen. Der scheinbare Höchststand sei ein Trugschluss, denn insgesamt würde der Markt nach wie vor eine Herausforderung für viele Hersteller darstellen.
Aktuelle Umfragen belegen, dass Verbraucher beim Kauf eines E-Fahrzeugs zögern, weil sie hauptsächlich zwei Probleme sehen: hohe Preise und Probleme mit der Reichweite. Dass die „Reichweitenangst“ unbegründet sei, wird ebenfalls berichtet. Ein Großteil der Stromerbesitzer soll demnach gute Erfahrungen gemacht haben. Trotz gemischter Einstellungen freuen sich einige Marken inzwischen über steigende Verkaufszahlen, auch wenn noch Luft nach oben ist. Eine Marke muss jedoch eine bittere Bilanz für Januar verkraften, denn nur ein E-Fahrzeug des Herstellers erhielt im vergangenen Monat erstmals eine Straßenzulassung.
Dieser Hersteller verbirgt sich hinter der Niederlage
Auf dem Weltmarkt läuft es für den E-Auto-Giganten Nio gut. In Deutschland stößt der Hersteller aber offenbar auf eine nahezu frostige Ablehnung. Während die Auslieferungen global insgesamt gestiegen sind, kann der chinesische Autobauer hierzulande kaum Neukunden für sich gewinnen. Insbesondere veraltete Modelle sollen Grund für die Entwicklung sein. Auch die fehlende Markenbekanntheit und die große Konkurrenz durch etablierte deutsche und chinesische Automarken machen Nio offenbar zu schaffen. Die europäische Mutter Nio Inc. stützt die deutsche Tochter finanziell. Außerdem plant das Unternehmen den Ausbau der Batteriewechsel-Stationen und hält an der langfristigen Expansion in Europa fest.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Kraftfahrt-Bundesamt, Unternehmensangaben, Manager Magazin)














