Autobauer unter Druck: Mercedes hält weiter am Verbrenner fest

Ein großer Mercedes-Stern prangt auf dem riesigen Firmengebäude. Im Licht einer Laterne ist im Vordergrund ein Baum zu erkennen. Im Hintergrund geht gerade die Sonne unter.
Symbolbild © imago/ Olaf Döring

Die Autobauer geraten immer mehr unter Druck, und das nicht nur in Deutschland. Mercedes hält deshalb weiter am Verbrenner fest. Der bekannte Autohersteller will sich flexibel für die Zukunft aufstellen.

Mercedes hält weiterhin am Verbrenner fest und will in Zukunft weitere Modelle auf den Markt bringen. Der Konzern-Chef verfolgt einen Plan, um das Unternehmen auch zukünftig für den Wettbewerb auf dem hart umkämpften Markt stark zu halten.

Autobauer zwischen E-Mobilität und Verbrennern: „Müssen flexibel bleiben“

Das erste Quartal des Jahres 2026 ist vorbei und mit ihm geht es um knallharte Fakten: Wie viel hat jeder Autobauer verkauft? Liegen die Verbrenner-Modelle vorn? Oder wagen sich immer mehr Kunden an ein E-Fahrzeug? Hinzu kommen die geopolitischen Spannungen, die noch einmal unberechenbare Faktoren darstellen. Und die Konkurrenz schläft nicht. In China schreitet die E-Mobilität weit voran und lässt die anderen Autobauer ziemlich alt aussehen. Auch was die Preise betrifft. Einziges Hindernis: Die EU erhebt so massive Zölle auf Fahrzeuge aus Fernost, dass die günstigen Preise gar nicht bei den potenziellen Käufern in Deutschland ankommen. Auf der anderen Seite zeigen sich Mercedes und andere Autobauer sehr flexibel. Sie bieten neben neuen E-Modellen auch Verbrenner-Fahrzeuge an.

Mercedes hält weiter am Verbrenner fest: Konzern-Chef klärt auf

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Immer mehr Autohersteller erkennen die Notwendigkeit, dass man zweigleisig fahren muss, um am Markt bestehen zu können. Dennoch spielt Mercedes wohl eine besondere Rolle. Die Marke steht für „Made in Germany“ und für hohe Qualität. Trotzdem hat der Absatz in China deutlich nachgelassen. Eine Schwierigkeit stellen dabei die gegenseitig erlassenen Zölle der EU und China dar. Deswegen hat der Konzern sein Wirken auch nach China verlegt. Man sehe keinen Widerspruch zwischen Qualität und „Made in China“.

Ganz im Gegenteil, so betont der Konzern-Chef Ole Källenius. Man könne einfach nicht mit den Billigpreisen in China mithalten, wenn die Autos aus Deutschland kommen. Doch nicht nur aus diesem Grund arbeite man auch in China. Ein weiterer Grund sei, dass die Chinesen deutlich weiter in der Entwicklung der Technologien für die E-Mobilität seien. Dies biete nicht nur die Möglichkeit einer Zusammenarbeit, sondern auch die Notwendigkeit, gerade in den höheren Luxusklassen weiterhin auf Verbrenner-Modelle zu setzen. Denn laut Experten werden in China auch in den kommenden Jahren noch ein Drittel aller Fahrzeuge klassische Verbrenner-Modelle seien. Wen in einem solchen Land ein solcher Bedarf bestehe, müsse man weiterhin Verbrenner auf den Markt bringen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Reuters, dpa)