Bahn-Chaos droht – ICE-Fahrten dauern plötzlich 80 Minuten länger

Ein ICE der DB steht in einem Bahnhof. Ein Arbeiter in oranger Warnweste steht an der Spitze des Zuges und säubert mit einem Mob und Eimer, während Fahrgäste auf dem Bahndamm vorübergehen und ihm bei der Arbeit zusehen.
Symbolbild © imago/NurPhoto

Rund 80 Minuten länger müssen Fahrgäste der Deutschen Bahn (DB) aufgrund dieser speziellen Sperrung wohl einplanen. Dabei ist die Skepsis der Bahnfahrer gegenüber dem Mobilitätsriesen bereits hoch, wie Umfragen belegen. Folgende Strecke ist betroffen.

Verzögerungen sind bei der Deutschen Bahn keine Seltenheit. Jetzt kommt eine weitere Baustelle hinzu ‒ und die Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen.

Umfrage belegt Unzufriedenheit mit der Deutschen Bahn

Wer aufs Auto verzichtet und stattdessen die Bahn zum Pendeln nutzt, genießt gleich mehrere Vorteile. Nicht nur der Parkstress entfällt, sondern auch das nervenaufreibende Warten im Verkehrsstau. Zudem lässt sich die Zeit während der Fahrt mit einem guten Buch oder mit noch zu erledigenden Aufgaben am Laptop vertreiben. Trotz der Vorteile verzichten einige Pendler allerdings bewusst auf Fahrten mit der Deutschen Bahn, denn nach wie vor kommt diese offenbar nicht bei jedem gut an.

Eine YouGov-Umfrage (HUK-Mobilitätsstudie 2026) zeichnet dabei ein klares Bild: Wie die Erhebung zeigt, steht fast jeder zweite Befragte der DB skeptisch gegenüber ‒ eine verlässliche Planung ist für viele Bahnfahrer demnach nicht möglich. Rund 35 Prozent geben an, dass sie auf Fahrten mit der Bahn nach Möglichkeit ganz verzichten. Auch diese neue Baustelle entfacht die Kritik am Mobilitätsriesen nun erneut.

Lesen Sie auch
Führerschein-Reform kommt – so sollen die Kosten endlich sinken

Fahrt mit der Bahn könnte 80 Minuten länger dauern

Viele Bahnpendler müssen ab dem 2. Oktober 2026 deutlich mehr Zeit für den Weg in die Hauptstadt einplanen, denn die Bahn macht nun die direkte Verbindung zwischen Hannover und Berlin wegen akuter Mängel dicht. Auf der überlasteten Schienenachse steht eine umfassende Sanierung der ICE-Strecke an. Dabei wechseln Bautrupps Schienen, Signaltechnik und Masten. Zeitgleich werden auch Haltestellen modernisiert.

Unter anderem sitzen Fahrgäste aus Städten wie Köln oder Düsseldorf deshalb länger im Zug. Expresszüge müssen einen großen Bogen fahren, wodurch sich die Fahrt von NRW nach Berlin um über 70 Minuten verzögert. Besonders ärgerlich dürfte vor allem der vorgesehene Zeitrahmen der Arbeiten für Bahnfahrer sein: Ursprünglich sollte die Sanierung weniger Zeit in Anspruch nehmen, doch jetzt soll sie wegen einer Planungspanne bis Ende 2027 andauern. Ob die ICE-Strecke im Dezember 2027 tatsächlich wieder befahrbar sein wird, zeigt sich in etwa 14 Monaten.

(Quellen: Deutsche Bahn, Allianz pro Schiene)