
Das kann ja heiter werden. Das Bahn-Chaos startet heute, denn eine wichtige Strecke ist für 14 Monate komplett dicht. Pendler und Reisende müssen sich auf eine harte Zeit einstellen.
Damit beginnt nun eine interessante und vor allem nervenaufreibende Zeit. Das Bahn-Chaos startet heute, denn eine wichtige Strecke ist für 14 Monate komplett dicht. Neben echten Geduldsproben bringt diese Zeit wohl auch viele Umwege und Verspätungen mit sich.
Bahn nutzt komplexes Streckensystem
Das Streckennetz der Bahn verbindet zahlreiche Städte, Regionen und Länder miteinander, sodass täglich Millionen Menschen ihre Ziele erreichen. Dabei umfasst das Netz sowohl wichtige Hauptstrecken als auch kleinere Nebenstrecken, die unterschiedliche Regionen erschließen. Während Fernverkehrszüge große Entfernungen schnell zurücklegen, übernehmen Regionalzüge die Verbindung zwischen Städten und Gemeinden. Außerdem nutzt die Bahn ein komplexes Streckensystem, in dem viele Linien miteinander verknüpft sind, sodass Reisende an wichtigen Bahnhöfen umsteigen können. Doch eine wichtige Strecke ist für 14 Monate komplett dicht, sodass ab heute ein Bahn-Chaos startet.
Einige Streckenabschnitte nicht befahrbar
Seit dem frühen Morgen ist die Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin für 14 Monate vollständig gesperrt, weil die Deutsche Bahn den stark belasteten Korridor umfassend saniert. Während der Bauarbeiten werden zahlreiche Gleise, Weichen und Oberleitungen erneuert, außerdem modernisiert die Bahn 25 Bahnhöfe entlang der Strecke. Besonders aufwendig ist die Erneuerung von mehr als 50 Kilometern fester Betonfahrbahn rund um Stendal, wodurch die lange Sperrung notwendig wird. Für den Fernverkehr entstehen deshalb umfangreiche Umleitungen, denn die Züge fahren über Braunschweig und Magdeburg. Auch Verbindungen zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen sind betroffen, sodass sich beispielsweise die Reisezeit nach Düsseldorf deutlich verlängert.
Gleichzeitig entfällt in Wolfsburg mindestens bis zum Jahresende der Fernzughalt, während auch Stendal vorerst nicht von ICE-Zügen angefahren wird. Dafür erhält Magdeburg zusätzliche ICE-Verbindungen nach Berlin, Hannover und Nordrhein-Westfalen. Auch der Regionalverkehr muss sich auf Veränderungen einstellen, weil einige Streckenabschnitte nicht befahrbar sind. Deshalb setzt die Bahn zusätzliche Ersatzbusse ein, während einzelne Regionalzüge über Ausweichstrecken verkehren. Die geplante Nutzung der Lehrter Stammbahn kann die Auswirkungen zunächst nicht vollständig auffangen, weil deren Elektrifizierung erst Ende 2027 abgeschlossen wird.
(Quellen: Deutsche Bahn, Bundesverkehrsministerium)














