Bald teurer als in Rom: Taxifahren droht zum Luxus zu werden

An einem Taxistand stehen mehrere Taxis hintereinander und warten offensichtlich auf Kundschaft. Alle Türen sind geschlossen und man sieht nicht, ob sich ein Fahrer in den Fahrzeugen befinden oder nicht. Im Hintergrund sieht man verschwommen einige Gebäude.
Symbolbild © istockphoto/Gudella

Verbände und Bürger laufen Sturm. Bald soll das Taxifahren in einer deutschen Großstadt teurer sein als in Rom und damit zum Luxus werden. Kritiker befürchten weitreichende Folgen für die Fahrgäste, aber auch für die Branche selbst.

Die geplanten Preisanpassungen stoßen in der Bevölkerung auf breites Unverständnis, da die alltäglichen Lebenshaltungskosten ohnehin kontinuierlich steigen. Insbesondere für mobilitätseingeschränkte Personen stellt die geplante Tarifreform eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung dar, welche die Nutzung von Taxis drastisch erschweren dürfte.

Immer weniger Menschen nutzen Taxi: „Gruppe ist nie zurückgekehrt“

Der Bus fällt aus, das Auto springt nicht an, aber ein wichtiger Termin steht an. Wir alle kennen solche Situationen. Es gibt jedoch immer weniger Menschen, die dann einfach zum Telefon greifen und sich ein Taxi bestellen können. Neben anderen Möglichkeiten, die die Bürger lieber nutzen, spielt auch das Geld eine Rolle. Selbst für kurze Fahrten bezahlt man viel Geld. Wer aufgrund seiner Gesundheit oder eingeschränkter Mobilität auf ein Taxi angewiesen ist, kennt die Preise sehr gut. Für viele ist das einfach zu teuer.

Allerdings merken Taxi-Unternehmen, dass die Kunden immer weniger werden. So beschweren sich die Verbände, dass eine bestimmte Kundengruppe nach der Corona-Pandemie nicht zurückgekehrt sei. Dabei handelt es sich um die Geschäftsleute, die ein Taxi nutzen, um schnell von einem Termin zum anderen zu gelangen oder vom Flughafen ins Hotel zu gelangen. Nun sorgt eine angekündigte Maßnahme für heftige Kritik, denn sie könnte die Lage der Taxi-Unternehmen noch einmal verschärfen.

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Großstadt plant Änderung mit weitreichenden Folgen: Taxi fahren könnte zum Luxus werden

Die Stadt Dortmund will zum 1. September den Taxi-Tarif anheben und sorgt damit dafür, dass die Taxi-Gebühren weiter ansteigen. Zudem soll es einen Preiskorridor von 20 Prozent nach oben geben. Die Taxi-Unternehmen dürften zwar bei vorher vereinbarten Fahrten einen Festpreis vereinbaren, dieser dürfe sich jedoch nicht mehr nach unten bewegen, sondern nur noch nach oben. Trotz harscher Kritik verteidigt Dortmund die Pläne. Angesichts der gestiegenen Kosten für Versicherungen, Fahrzeuge, Personal und Kraftstoff sei der alte Tarif nicht mehr zeitgemäß.

Kritiker sehen darin jedoch die Gefahr, dass den Taxi-Unternehmen zukünftig noch schwierigere Zeiten bevorstehen könnten. Denn mit den steigenden Preisen bleiben auch die Kunden weg. Andere Großstädte handhaben dies anders und gestatten auch Preisanpassungen nach unten. Mit der geplanten Änderung der Stadt Dortmund wäre eine Taxifahrt damit sogar teurer als in Rom oder Madrid.

(Quellen: Bundesverband „wirfahren“, Stadt Dortmund, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)