Bestimmte Gruppe zahlt nur unter 30 Euro für Deutschlandticket

An diesem Bahnhof sind sehr viele Menschen zu sehen. An den zahlreichen Bahnsteigen und Ticket-Automaten haben sich schon Schlangen gebildet, weil sich alle eine Fahrkarte kaufen wollen.
Symbolbild © imago/ NurPhoto

Unter 30 Euro für das Deutschlandticket – das klingt für viele wie ein Wunschtraum. Tatsächlich zahlt eine bestimmte Gruppe in Deutschland deutlich weniger als den regulären Preis. Hierfür müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein und die Rabatte variieren je nach Wohnort.

Das Deutschlandticket gehört seit seiner Einführung im Mai 2023 zu den wichtigsten Nahverkehrsangeboten der Republik. Während es regulär seit dem 1. Januar 2026 63 Euro pro Monat kostet, verfügt eine Gruppe über Vorteile. Sie kann das Mobilitätsangebot günstiger nutzen.

Deutschlandticket bleibt bundesweit einheitlich – beim Preis aber nur bedingt

Seit seiner Einführung im Mai 2023 hat sich das Deutschlandticket zu einem zentralen Baustein des öffentlichen Nahverkehrs entwickelt. Ziel des Angebots war es, den Tarifdschungel in Deutschland zu vereinfachen und den Umstieg auf Bus und Bahn attraktiver zu machen. Millionen Menschen nutzen das Ticket inzwischen für den täglichen Arbeitsweg, Freizeitfahrten oder Reisen innerhalb Deutschlands. Durch die bundesweite Gültigkeit entfällt in vielen Fällen der Kauf unterschiedlicher Fahrscheine für verschiedene Verkehrsverbünde.

Grundsätzlich gilt für das Deutschlandticket im Bundesgebiet derselbe Leistungsumfang. Nutzer können Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen und Regionalzüge bundesweit in Anspruch nehmen. Beim Preis gibt es jedoch zunehmend Unterschiede, denn viele Länder, Städte und Verkehrsverbünde gewähren bestimmten Personengruppen Zuschüsse. Neben Angeboten für Schüler, Studierende und Auszubildende profitieren teilweise auch Senioren sowie Menschen mit geringem Einkommen von ermäßigten Tarifen.

Lesen Sie auch
Brandgefahr bei E-Autos: China zieht jetzt die Reißleine

Unter 30 Euro für das Deutschlandticket: Diese Gruppe profitiert

Vor allem Rentner interessieren sich deshalb für die Frage, ob sie das Ticket günstiger erhalten können. Einen bundesweiten Seniorentarif gibt es allerdings nicht. Stattdessen entscheiden Kommunen, Länder und Verkehrsverbünde über eigene Rabattmodelle. Dadurch entsteht ein regionaler Flickenteppich, bei dem Wohnort und individuelle Voraussetzungen häufig wichtiger sind als die reine Rentenhöhe. Auch bei Bürgergeld-Empfängern gibt es Neuerungen.

Besonders interessant ist aktuell ein Angebot in Hamburg. Dort können berechtigte Personen das Deutschlandticket für lediglich 27,50 Euro pro Monat erhalten. Möglich macht dies ein Sozialrabatt in Höhe von 35,50 Euro, der auf das reguläre Deutschlandticket angerechnet wird. Voraussetzung ist in der Regel der Bezug bestimmter Sozialleistungen, etwa der Grundsicherung im Alter oder vergleichbarer Leistungen.

Für viele Rentner ist deshalb nicht die Höhe der Rente ausschlaggebend, sondern der Nachweis eines entsprechenden Leistungsanspruchs. Wer beispielsweise Grundsicherung im Alter bezieht, sollte prüfen, ob vor Ort ein Sozialticket oder vergleichbare Vergünstigungen angeboten werden.