
In einem Bundesland senkt man jetzt die Kosten für das Deutschlandticket. Es ist eine Veränderung, die Reisemöglichkeiten in Deutschland langfristig beeinflussen könnte und bereits jetzt für Diskussionen sorgt.
Ein Bundesland überrascht derzeit mit einer unerwarteten Neuerung, weil es die Preise für das Deutschlandticket senkt. Wer täglich Bus und Bahn nutzt, sollte genauer hinschauen, denn diese Entscheidung könnte weitreichende Folgen haben.
Überraschende Neuerung im Nahverkehr sorgt für Diskussionen
Ein Bundesland senkt die Kosten für das Deutschlandticket – und ermöglicht so kostengünstige Mobilität für Senioren. Denn ab sofort können ältere Menschen von einem vergünstigten Tarif profitieren, der das Reisen im Nahverkehr deutlich erschwinglicher macht. Das Ticket gilt für alle Nahverkehrszüge, S-Bahnen, U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse – zudem kann man sogar einige Fähren nutzen. Seit Januar 2025 haben Senioren ab 65 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern nämlich die Möglichkeit, das Deutschlandticket für nur 38 Euro im Monat zu nutzen. Das Land übernimmt die Differenz zum regulären Preis von 58 Euro und bietet so eine deutschlandweit gültige, kostengünstige Mobilität. Das Deutschlandticket für Senioren aus Mecklenburg-Vorpommern ist jedoch ausschließlich als digitales Abonnement erhältlich und monatlich kündbar. Interessierte müssen das Ticket bis zum 23. des Vormonats bestellen, damit genug Zeit bleibt, die Alters- und Wohnsitznachweise zu prüfen.
Man kann das Ticket direkt online bestellen und es sich anschließend als Handyticket in die VVW-App laden. Für wen das undurchsichtig ist, der kann eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen. Im entsprechenden Kundencenter findet man hierzu Hilfe beim Bestellprozess. Im vergangenen Jahr hat man in Mecklenburg-Vorpommern fast 2,4 Millionen Deutschlandtickets verkauft. Es ist ein Erfolgsrezept, an dem sich auch andere Bundesländer orientieren könnten. Doch Kritiker bemängeln, dass die örtlichen Verkehrsbetriebe bei den Einnahmen oft benachteiligt werden, da große Anbieter wie die Deutsche Bahn die Einnahmen behalten. Ab Oktober 2025 soll eine Neuaufteilung erfolgen, bei der Postleitzahlen der Käufer, regionale Nutzung und Tourismus berücksichtigt werden sollen, um die Einnahmen gerechter zu verteilen.
Lokale Betriebe bleiben auf der Strecke: Einnahmen landen bei den großen Anbietern
Mecklenburg-Vorpommern bleibt damit zunächst das einzige Bundesland, das Senioren einen flächendeckenden, vergünstigten Tarif bietet. In anderen Bundesländern zahlen Senioren weiterhin den regulären Preis von 58 Euro. Verbraucherschützer und Seniorenorganisationen fordern nun jedoch einen bundesweit einheitlichen Tarif, um die Mobilität im Alter sozial gerecht zu gestalten und allen älteren Menschen gleiche Chancen auf günstige Reisen zu bieten.














