Bis zu 150 Euro: Neue Strafe am Steuer trifft Millionen Autofahrer

Eine Frau mit einer Uhr am Handgelenk hält mit beiden Händen das Lenkrad eines Autos fest. Das Auto fährt bei Tageslicht auf einer Straße.
Symbolbild @ istockphoto/golfcphoto

Die Gerichte haben einschlägige Urteile gesprochen – demnach kommen auf Millionen Autofahrer neue Strafen am Steuer zu. Die Bußgelder reichen bis zu 150 Euro. Ein kleiner Fehler kann so schnell richtig teuer werden.

In gleich mehreren Urteilen haben deutsche Gerichte nun ein Urteil gesprochen. Demnach ist ein Fahrer bereits dann abgelenkt, wenn er nur kurz den Blick von der Straße wendet. Das passiert zum Beispiel, wenn er oder sie das Handy in der Halterung berührt oder eine App bedient.

150 Euro Strafe am Steuer – jede Ablenkung zählt

Die Rechtsprechung orientiert sich dabei an der Unfallforschung und den aktuellen Vorgaben der Straßenverkehrsordnung. Das bedeutet für Autofahrer: Schon ein kurzer Handgriff kann ein Bußgeld von mindestens 150 Euro und einen Punkt in Flensburg nach sich ziehen – unabhängig davon, ob es zu einem Unfall kommt oder nicht. Die Gerichte sehen das Risiko dabei insbesondere beim Wandern des Blicks zwischen Armaturenbrett und Straße. Wer über längere Zeit den Blick von der Straße abwendet, gilt juristisch als „wesentlich fahruntüchtig“ – ähnlich wie bei Alkohol am Steuer.

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Mit dieser verschärften Linie sollen nicht nur die Zahlen der Verkehrsunfälle gesenkt, sondern auch ein neues Bewusstsein im Umgang mit Technik und Smartphones im Auto geschaffen werden. Zahlen der Unfallforschung zeigen, dass Ablenkung inzwischen zu den häufigsten Unfallursachen gehört – sogar noch vor überhöhter Geschwindigkeit oder Unachtsamkeit aufgrund von Müdigkeit.

Experten raten zur Vorsicht am Steuer – Warnung für neuen Strafen

Polizei und Experten raten allen Autofahrern deshalb, das Smartphone während der Fahrt außer Reichweite zu legen oder es nur per Sprachsteuerung zu nutzen, wenn es wirklich nötig ist. Fest installierte Systeme dürfen ausschließlich über Lenkradfernbedienungen oder Sprachsteuerung genutzt werden, damit der Blick nicht von der Straße genommen wird.

Experten gehen davon aus, dass die neuen Urteile nur der Anfang eines Trends sind. Wer sich künftig mit dem Handy am Steuer erwischen lässt, muss mit immer härteren Sanktionen rechnen – selbst wenn es nur um den schnellen Blick auf eine Nachricht geht.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)