
Auf die sensationelle Nachricht kommt nun die Ernüchterung. Nach Ferraris Ankündigung zum E-Auto-Bau, sind die Anleger enttäuscht, frustriert und das zeigt sich im Börsen-Absturz. Doch es kommt noch schlimmer, denn die Zahlen schreiben ein düsteres Bild aktuell für den italienischen Autobauer.
Ferrari wagt den nächsten großen Schritt und plötzlich wächst selbst unter Fans und Anlegern die Unsicherheit. Denn das angekündigte neue Ferrari E-Auto, eigentlich eine Sensation in der Marktstrategie des Autobauers, lässt die Börse erzittern und die Anleger sogar enttäuscht zurück.
Hinter den Kulissen der Luxusmarke verändert sich gerade deutlich mehr als nur ein Motor
Über Jahrzehnte stand Ferrari für brüllende Zwölfzylinder, limitierte Stückzahlen und ein Lebensgefühl zwischen Rennstrecke und Luxus. Doch genau dieses Erfolgsmodell gerät nun spürbar unter Druck. Denn selbst traditionsreiche Sportwagenhersteller kommen an der Elektrowende kaum noch vorbei. Mit dem neuen „Luce“ präsentiert Ferrari jetzt erstmals ein vollelektrisches Serienmodell. Auffällig ist dabei vor allem der neue Stil. Das Auto wirkt moderner, glatter und stärker auf Komfort ausgelegt als viele frühere Ferrari-Modelle.
Interessant ist außerdem: Gerade im Premiumsegment bleiben viele Käufer bei Elektroautos noch zurückhaltend. Laut Marktanalysen interessieren sich Luxus-Kunden zwar zunehmend für elektrische Modelle, gleichzeitig spielen Klang, Emotion und Exklusivität weiterhin eine enorme Rolle. Genau deshalb setzen viele Hersteller aktuell parallel auf Hybride, Verbrenner und E-Antriebe statt auf einen radikalen Komplettwechsel. Auch Verbraucher beobachten die Entwicklung genau.
Ferrari Luce und die Ferrari-Aktie: Genau diese Reaktion überrascht jetzt viele Anleger
Kurz nach der offiziellen Vorstellung des Ferrari Luce reagierte die Börse deutlich nervös. Die Aktie des italienischen Sportwagenherstellers verlor zeitweise rund sechs Prozent an Wert. Viele Investoren fragen sich offenbar, ob Ferrari seinen exklusiven Markencharakter auch elektrisch erfolgreich erhalten kann. Technisch liefert der neue Stromer beeindruckende Werte. Mehr als 1000 PS, über 310 km/h Spitze und eine Beschleunigung auf 100 km/h in etwa 2,5 Sekunden zeigen klar, dass Ferrari auch ohne Verbrennung extreme Performance bieten will.
Besonders intensiv diskutieren Fans derzeit das Design. Der Innenraum erinnert mit großen Displays und reduziertem Look teilweise eher an moderne Tech-Produkte als an klassische Ferrari-Cockpits. Genau dieser Wandel sorgt offenbar bei vielen Stammkunden für Skepsis. Ferrari selbst geht deshalb vorsichtig vor. Bis 2030 sollen reine Elektroautos nur einen kleineren Teil der Modellpalette ausmachen. Der Großteil bleibt aber vorerst bei Hybrid- und Verbrennertechnik.
(Quellen: Ferrari, Börsendaten, Finanzmärkte, dpa)














