Brennende E-Autos mit gefährlicher Batterie: So groß ist die Gefahr

Nach einem Crash auf der Autobahn fängt das E-Auto BMW i3 Feuer und geht in Flammen auf. Einsatzkräfte sind unterwegs, dunkle Rauchwolken bilden sich über dem verbrennenden Elektroauto.
Symbolbild © Troy HundyPlus Appleton

Ins Gedächtnis eingebrannt haben sich brennende E-Autos mit ihren Batterien, die schneller Feuer fangen sollen als Verbrenner. Experten erklären nun, wie hoch die Brandgefahr bei E-Fahrzeugen wirklich ist.

Ein Horrorszenario für jeden Autofahrer und andere Beteiligte: Das eigene Fahrzeug steht in Flammen. Brennende E-Autos stehen bei Verbrauchern jedoch aufgrund der Batterie im Verdacht, schneller in Flammen aufzugehen als Verbrenner.

Schreckensmeldung in den Nachrichten: Tesla steht in Flammen

Es scheint so realistisch und so nah, dass man allein beim Lesen der Meldung eine Gänsehaut bekommt: Der Tesla eines Mannes steht in Flammen. Die Meldungen überschlagen sich geradezu. Sogar von einer aufwändigen Löschaktion ist die Rede. Erst in diesem Jahr kam es wieder zum Brand eines geparkten E-Fahrzeugs. Der Fall gab zunächst Rätsel auf.

Während die Medien die brennenden E-Fahrzeuge aufbauschen und mit vielen Details schmücken, wächst bei den Verbrauchern zunehmend die Unsicherheit. Sie sehen sich in ihrem Gefühl bestätigt, dass die Batterie in E-Autos Ursache für schnellere und häufigere Brände als bei Verbrennern zu sein scheint. Doch was ist dran an dieser Meinung?

Experten geben Einschätzung: So hoch ist die Wahrscheinlichkeit für brennende E-Autos wirklich

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Experten sind in diesem Fall diejenigen, die gerufen werden, wenn es um einen Brand geht: die Feuerwehr. Sie haben nun klargestellt, wie es wirklich um die Brandgefahr von E-Autos steht. Und das Urteil fällt positiv aus: Sie brennen nicht häufiger als Verbrenner. Auch die Löscharbeiten sind nicht aufwändiger als bei einem normalen Fahrzeug. Wenn ein E-Auto doch einmal brennt, ist dafür laut Fachleuten nicht die Batterie die Ursache, sondern der Innen- oder Motorraum.

Auch die von den Medien aufgebauschten Rettungsaktionen bestätigen die Feuerwehrleute nicht. Wenn sie an einen Einsatzort mit einem brennenden E-Auto gerufen werden, gilt die Devise: kühlen, kühlen und nochmals kühlen. Die Temperatur der E-Auto-Batterie soll dabei unter 80 Grad gebracht werden. Die Angst vor häufiger brennenden E-Fahrzeugen ist also unbegründet und kommt laut Experten von veraltetem Wissen oder aus Halbwahrheiten. Die Übertreibung in den Medien tut dann ihr Übriges. Das Fazit ist also: E-Autos sind sogar sicherer als Verbrenner, und die Feuerwehrleute haben deren Löschung ebenso gut und sicher im Griff wie in den Szenarien, in denen ein Verbrenner Feuer fängt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Feuerwehr Freiburg, Fach­empfehlungen deutscher Feuerwehren)