
In einem Bundesland gibt es nun viel günstigere Fahrten als mit dem Deutschlandticket. Hier geht man in die Offensive und lockt Fahrgäste mit Angeboten, die ihresgleichen suchen.
Dieses digitale Regionalticket stellt die Konkurrenz ohne Frage in den Schatten. Denn in dem folgenden Bundesland kommt man noch viel günstiger von A nach B als überall sonst mit dem üblichen Deutschlandticket.
Tarifkrieg im ÖPNV: So unterbietet ein Land das Deutschlandticket
Ein Bundesland verschärft den Wettbewerb im Nahverkehr mit einer neuen Preisgarantie. Durch sie wird ein digitales Ticket für Gelegenheitsfahrer noch attraktiver und kann sogar das beliebte Deutschlandticket schlagen. Denn seit dem neuen Jahr sorgt Nordrhein-Westfalen für eine klare Ansage: Das digitale Ticket eezy.nrw soll ab sofort immer das günstigste Ticket in der zweiten Klasse sein. Interessant, aber wie funktioniert das? Eine neue, landesweite Preisgarantie sorgt dafür, dass der automatisch per Luftlinie berechnete Fahrpreis niemals teurer ist als ein konventionelles Einzelticket für die gleiche Strecke. Sollte der Algorithmus einmal einen höheren Preis ermitteln, wird er durch einen Deckel auf das Niveau des günstigeren Einzeltickets gesenkt. Diese Differenz übernimmt das Land. Damit kostet der ÖPNV in diesem Bundesland entweder gleich viel oder ist sogar um einiges günstiger als Fahrten mit dem Deutschlandticket.
Die Neuerung gilt als entscheidender Schritt, um das Angebot als flexible Alternative zum Deutschlandticket zu etablieren. Der zuständige Verkehrsminister bezeichnete den Tarif daher als kleinen Bruder des bundesweiten Tickets. Die staatliche Förderung für diesen Preisdeckel ist zunächst bis Ende 2027 gesichert. Zusätzlich gilt weiterhin der monatliche Preisdeckel von 63 Euro, analog zum Deutschlandticket. Dieser sorgt dafür, dass Vielfahrer nicht mehr zahlen müssen, bietet aber den großen Vorteil der Flexibilität: Wer weniger fährt, zahlt auch automatisch weniger. Das Ticket eignet sich damit besonders für alle, die kein festes Monatsabo abschließen möchten.
Rekordmonat Dezember: Eine Million Fahrten zeigen den Trend
Die seit 2021 verfügbare Lösung wird immer beliebter – im Dezember 2025 wurde erstmals die Marke von einer Million Fahrten innerhalb eines Monats geknackt.
Der Tarif funktioniert dabei ausschließlich digital über verschiedene regionale Apps. Nutzer checken somit vor Fahrtantritt per Smartphone ein und nach der Fahrt wieder aus. Der Preis setzt sich aus einem Grundbetrag und einem Entgelt pro zurückgelegtem Luftlinienkilometer zusammen. Die genaue Streckenführung von Bus und Bahn spielt dabei keine Rolle. Damit wird der öffentliche Nahverkehr hier nicht nur digitaler, sondern für viele Fahrgäste auch deutlich günstiger. Von diesem Modell könnten andere Bundesländer durchaus noch etwas lernen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Verkehrsverbünde in NRW, mobil.nrw)














