CO₂-Steuer wird erhöht – Autotanken wird 2026 deutlich teurer

Im Vordergrund befindet sich ein großes Stopp-Schild, das per Fotomontage vor ein Auto gelegt worden ist. Von dem Auto sieht man nur den Auspuff, aus dem die qualmenden Abgase strömen.
Symbolbild © imago/ Bihlmayerfotografie

Die Kosten für Mobilität dürften in den kommenden Jahren steigen. Sowohl im öffentlichen Verkehr als auch im privaten Bereich zeichnen sich schon jetzt höhere Preise ab. Auch das Tanken von Autos wird ab 2026 voraussichtlich deutlich teurer.

Ticketpreise im Nah- und Fernverkehr stehen unter Druck, da steigende Energie-, Personal- und Instandhaltungskosten an die Kunden weitergegeben werden könnten. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung der Kraftstoffpreise unsicher. Mobilität wird für viele Menschen zunehmend teurer.

Verkehr bremst Deutschlands Klimaziele

Besonders betroffen sind Pendler sowie Menschen in ländlichen Regionen, da sie oft auf das Auto oder öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind und kaum Alternativen haben. Deutschland hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt, die auch den Verkehr betreffen. Bis 2045 soll das Land treibhausgasneutral sein, mit verbindlichen Zwischenzielen für die kommenden Jahre. Der Verkehrssektor spielt dabei eine zentrale Rolle, denn hier sind die CO₂-Emissionen seit Jahren nahezu unverändert geblieben. Anders als in Industrie oder Energiebereich wurden nur wenige Emissionen reduziert. Deshalb steht der Verkehr besonders im politischen Fokus.

Autotanken wird 2026 teurer

Um die Klimaziele zu erreichen, plant die Bundesregierung ein Bündel an Maßnahmen, das verschiedene Bereiche der Mobilität betrifft. Dazu zählt der schrittweise Ausbau des öffentlichen Verkehrs, sowohl durch bessere Infrastruktur als auch durch Angebotsausweitungen. Parallel soll der Umstieg auf emissionsärmere Antriebe gefördert werden, insbesondere durch Elektromobilität. Zudem gewinnt die CO₂-Bepreisung an Bedeutung, da sie klimabelastendes Verhalten verteuert und Lenkungswirkungen entfalten soll. Ziel ist es, Mobilität langfristig klimaverträglicher zu organisieren, auch wenn dies kurzfristig mit höheren Kosten verbunden sein kann.

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Ab 2026 wird Tanken für viele Autofahrer wohl spürbar teurer. Grund dafür ist die gestaffelte CO₂-Abgabe auf fossile Kraftstoffe, die weiter angehoben wird. Während sie 2021 noch bei 25 Euro pro Tonne Kohlendioxid lag, soll sie 2026 auf bis zu 65 Euro steigen. Die zusätzlichen Kosten fließen direkt in jede Tankfüllung ein und verteuern so die alltägliche Mobilität. Ziel der Maßnahme ist es, den Ausstoß klimaschädlicher Gase zu reduzieren und Deutschland auf dem Weg zu seinen Klimazielen zu unterstützen. Zugleich soll der höhere Preis Anreize schaffen, stärker auf emissionsarme Verkehrsmittel umzusteigen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz)