
Die Hoffnung war groß, dass die Preise sich halten. Doch aufgrund einer möglichen Anhebung der CO2-Steuer sollen ab Januar 2026 die Spritpreise wieder steigen. Viele Menschen befürchten das Schlimmste.
Diese Neuigkeiten zur CO2-Steuer dürften viele Menschen schockieren. Aufgrund einer Anhebung sollen ab Januar nämlich die Spritpreise wieder steigen. Die Folgen für Pendler und andere Betroffene wären immens.
Anreiz für klimafreundliche Alternativen
Die CO2-Steuer, die offiziell auch CO2-Preis genannt wird, ist eine Abgabe auf fossile Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas, die beim Verbrennen jeweils CO2 freisetzen. Diese Steuer erhöht die Kosten dieser Stoffe, um Anreize zu schaffen, weniger CO2 auszustoßen. Außerdem sollen damit klimafreundlichere Alternativen wie E-Autos oder Wärmepumpen attraktiver werden. Die Unternehmen zahlen zwar diese Abgabe, legen die Kosten aber auf die Verbraucher um, sodass diese dann höhere Preise zu zahlen haben. Bereits seit 2021 gibt es in Deutschland diese CO2-Steuer für Heiz- und Brennstoffe, der seither schrittweise erhöht wird.
Einnahmen fließen in Klima- und Transformationsfonds
Große Firmen, die Brennstoffe zum Kauf anbieten, müssen Emissionszertifikate vorweisen und haben die Möglichkeit, diese bei Bedarf auch zu handeln. Auf diese Weise ergibt sich ein Preis pro Tonne ausgestoßenes CO2. Im Lauf der Zeit erfolgt die Reduzierung der Gesamtmenge an Zertifikaten, sodass hierdurch die Verringerung des CO2-Ausstoß und die Erreichung der Klimaziele erfolgt. Die mit dieser Steuer erzielten Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds, mit dem die Bundesregierung die Energiewende und Klimaneutralität finanziert. Durch den Angriff Russlands auf die Ukraine verlangsamte die Bundesregierung zunächst die Erhöhung der CO2-Steuer, was sie im Dezember 2023 jedoch zurücknahm.
Im Jahr 2024 stieg der Preis daher von 30 auf 45 Euro pro Tonne. Bereits im Jahr 2025 erfolgte sodann die Preiserhöhung auf 55 Euro pro Tonne. Zum Jahreswechsel erhöht sich die CO2-Steuer dann auf einen Bereich von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Das hat zur Folge, dass die Preise bei Benzin und Diesel um etwa 3 Cent pro Liter ansteigen. Rund 3 Cent mehr pro Liter Heizöl und etwa 0,3 Cent mehr pro Kilowattstunde beim Gaspreis müssen Verbraucher für die Heizkosten einplanen. Allerdings wird die CO2-Steuer bei Gas- und Ölzentralheizungen zwischen den Mietern und Vermietern aufgeteilt. Das dürfte jedoch ebenso wie die Erhöhung der Pendlerpauschale nur ein schwacher Trost sein.
(Quellen: Bundesministerium für Umwelt, ADAC)














