Deutsche Autobauer drohen an EU-Klimazielen zu scheitern

Im Vordergrund befindet sich ein großes Stopp-Schild, das per Fotomontage vor ein Auto gelegt worden ist. Von dem Auto sieht man nur den Auspuff, aus dem die qualmenden Abgase strömen.
Symbolbild © imago/ Bihlmayerfotografie

Die EU hat strenge Klimaziele beschlossen. Doch Deutschland, das Land der Autobauer, scheint diese zu verfehlen. Es sieht so aus, als würden die deutschen Autobauer wieder einmal scheitern.

Verbrennungsmotoren stehen auf der Abschussliste, die Bürger sollen elektrisch fahren und möglichst wenig CO₂ ausstoßen. Doch die deutschen Autobauer scheitern wohl an den EU-Klimazielen. Die Politik gerät ins Straucheln.

EU-Klimaziele bleiben unerreicht: Autobauer fürchten Strafzahlungen

Die Debatten laufen heiß, denn die Klimapolitik der EU bereitet Deutschland und vor allem der Automobilbranche große Probleme. Viele große und angesehene Autobauer müssen gegensteuern, denn sie leiden unter Millionenverlusten und müssen Stellen streichen. Im Gegenzug müssen sie konkurrenzfähig werden und bessere Autos zu günstigeren Preisen bauen. Denn was nützt das beste Elektroauto, wenn es sich kein Bürger leisten kann? Es sieht alles danach aus, als ob die deutschen Autobauer die EU-Klimaziele wohl nicht erreichen werden.

Obwohl die EU ihre Klimaziele erst kürzlich gelockert hat, steigt der Druck auf die Autobauer. Aktuelle Studien zeigen, dass nur ein Autobauer es in diesem Jahr überhaupt geschafft hat, die gesetzten Ziele zu erreichen. Die anderen müssen jetzt mit Strafzahlungen rechnen. Es scheint, als hätten viele viel zu spät gegenlenken können.

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Langfristige Strategien gefordert: Bürger müssen E-Autos auch kaufen

Denn man kann nicht von heute auf morgen die Produktion von Verbrennungsmotoren auf Elektromobilität umstellen. Dazu sind enorme Investitionen notwendig. Außerdem müssen die Betriebe in den Vertrieb und die Produktion investieren und auf Nachhaltigkeit umstellen. Gleichzeitig sind sie darauf angewiesen, dass die Bürger E-Autos kaufen und fahren. Letztendlich bleibt den Autobauern nichts anderes übrig, als auf Elektrofahrzeuge umzusteigen, um Strafzahlungen zu vermeiden.

Für die Nutzer stellt sich die aktuelle Situation immer positiver dar. Es ist möglich, dass es wieder höhere Förderungen gibt. Außerdem sinken die Preise vieler E-Autos. Gleichzeitig muss Deutschland aber auch in puncto Politik nachlegen und die Infrastruktur für Ladestationen unbedingt verbessern. Zuletzt hat der ADAC ein desaströses Zeugnis für die Ladesäulen entlang der Autobahnen ausstellen müssen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Analyse des International Council on Clean Transportation, EU-Klimavorgaben, Branchenberichte)