
Die Deutsche Bahn gilt als Herzstück des öffentlichen Fern- und Regionalverkehrs. Gleichzeitig steht das Unternehmen immer wieder in der Kritik: Verspätungen und Zugausfälle trüben das Bild. Nun verspricht die DB Großes.
Ob Pendler auf dem Weg zur Arbeit, Studenten mit dem Semesterticket oder Geschäftsleute auf der ICE-Strecke – kaum ein Unternehmen beeinflusst den Alltag so direkt wie die Deutsche Bahn. Doch genau deshalb steht sie auch so häufig im Zentrum der Kritik. Verspätungen, Zugausfälle, marode Gleise und milliardenschwere Verluste haben das Vertrauen vieler Kunden erschüttert.
Deutsche Bahn steht in der Kritik
Im Fernverkehr kam zuletzt nur rund zwei Drittel aller Züge pünktlich ans Ziel. Die jahrelange Vernachlässigung des Bahnnetzes hat zu einem der größten Probleme der Deutschen Bahn geführt. Die notwendige Generalsanierung der Hauptstrecken soll sich nun bis 2035 hinziehen. Bis dahin müssen sich Reisende auf immer neue Baustellen einstellen, die den Fahrplan zusätzlich belasten.
Allein 2023 schrieb die Deutsche Bahn einen Verlust von über zwei Milliarden Euro, denn steigende Energiepreise, teurere Baustoffe und höhere Personalkosten belasten den Konzern. Zugleich fordert der Aufsichtsrat Investitionen von bis zu 150 Milliarden Euro, um das Netz überhaupt wieder auf einen stabilen Stand zu bringen. Ohne staatliche Zuschüsse ist das kaum denkbar. Die Deutsche Bahn will allerdings im kommenden Jahr ihren Fahrplan spürbar erweitern und damit den Fernverkehr attraktiver machen.
Deutsche Bahn verspricht Großes: Reisende profitieren von schnellen Verbindungen
Laut einer Mitteilung des Konzerns sollen Reisende von dichteren Takten, schnelleren Verbindungen und vereinfachten Buchungsmöglichkeiten profitieren. Bislang verkehren ICE-Züge nur auf wenigen Strecken alle 30 Minuten, künftig sollen allerdings insgesamt 21 Städte in diesen Rhythmus eingebunden werden. Das Streckennetz, das im Halbstundentakt bedient wird, wächst damit von rund 900 auf 2.300 Kilometer. Aufgelistet sind unter anderem Hamburg, Hannover, Kassel, Erfurt, Halle und Berlin.
Auch bei den sogenannten Sprintern, die große Städte mit wenigen Zwischenhalten verbinden, plant die Bahn ein dichteres Angebot, so sollen die Linien Hamburg–Frankfurt und Berlin–München mit zusätzlichen Schnellverbindungen verstärkt werden. Parallel dazu soll auch das grenzüberschreitende Angebot wachsen. Etwa 40 neue oder verlängerte Fahrten pro Tag sind vorgesehen, darunter Verbindungen nach Belgien, Dänemark, Polen, Tschechien und in die Schweiz. Besonders für Reisende aus Nordrhein-Westfalen Fahrplan Neuerungen: Direktzüge sollen künftig bis nach Zürich, Chur und Brig fahren.














