Deutscher Elektroautobauer insolvent – „Alle Mitarbeiter entlassen“

Eine Produktionsstraße für Autos mit Mitarbeitern. In der Halle der Fabrik setzen Arbeiter Teile der Autos zusammen. Ein Arbeiter kontrolliert die Fahrzeugfront. Am linken Bildrand stehen noch zwei Angestellte in Arbeitskluft.
Symbolbild © imago/Kirchner-Media

Die nächste Schocknachricht aus der Welt der Stromer: Ein deutscher Elektroautobauer ist nun insolvent, und es gibt keine Hoffnung mehr zur Abwendung des Verfahrens. Alle Mitarbeiter verlieren ihren Job.

Diese Meldung ist auf mehreren Ebenen niederschmetternd. Die E-Mobilität verliert weiter an Stärke, und für die deutsche Wirtschaft ist es ein Verlust. Aber am schlimmsten ist es für die Angestellten, die ihren Job verlieren, weil dieser deutsche Elektroautobauer inzwischen endgültig insolvent ist.

Das Ende einer Vision und ein Verlust für die deutsche Wirtschaft

Negativ-Nachrichten aus der Welt der Elektroautos gibt unglücklicherweise zur Genüge. Somit traf die Kunden der Schlag, als sie erfuhren, dass die Reparatur für ihr E-Auto Jahre dauern würde. Wenn aber 200 Mitarbeiter ihre Arbeitsstelle verlieren, ist das ganz besonders traurig. Denn eigentlich hatte das junge Unternehmen aus Aachen gute Möglichkeiten, sich am Markt zu etablieren. Die letzten Jahre waren allerdings von Unsicherheiten und Verlustgeschäften geprägt, sodass dem deutschen Elektroautobauer nichts anderes übrig blieb, als insolvent zu gehen. Kein Angestellter behält seinen Job.

2015 hatte sich die deutsche Firma an der Technischen Hochschule Aachen gegründet und allen Grund zur Hoffnung gegeben, verkaufsstarke Stadtflitzer zu produzieren. Der berühmteste Wagen aus dem Hause Next E.Go Mobile war der e.GO Life, den man speziell auf den urbanen Verkehr angepasst hatte. Ein innovativer Produktionsansatz im Sinne der Industrie 4.0 gepaart mit höchstem Umweltbewusstsein schien der Konzern seiner Zeit um Jahre voraus zu sein. Das Konzept war brillant, und die Zeichen standen auf Erfolg. Nicht zuletzt sprach das flotte Modell „E-Wave X“ eine Sprache der Zukunft. Doch der deutsche Elektroautobauer ist indessen insolvent gegangen, noch bevor der E-Wave X überhaupt auf den Markt kommen konnte.

Lesen Sie auch
Viele ahnungslos: Neues Verkehrszeichen kommt in Deutschland

Die Hoffnung ist gegangen und die Insolvenz besiegelt

Man hat keinen Investor finden können und ist daraufhin in die Pleite gerutscht. In den nächsten Wochen werden die übrigen 200 Mitarbeiter allesamt ohne Job dastehen. Bei so einem jungen Unternehmen sind die Herausforderungen mannigfaltig: hohe Produktionskosten, starke Konkurrenz und die Notwendigkeit, in Forschung und Entwicklung zu investieren. Wenn dann der Erfolg nicht sofort einsetzt, bleiben auch die Investoren fern.

Doch das größte Problem ist und bleibt der schwierige E-Auto-Markt. Wenn selbst die eingesessenen Autofirmen ihre Stromer nicht loswerden, kann es auch so ein junger deutscher Elektroautobauer derzeit nicht schaffen.