Deutschland-Ticket räumt auf: Tickets werden gestrichen und erhöht

Eine Person steht an einem rot-grauen Fahrkartenautomaten der Rheinbahn und bedient diesen. Der Automat trägt gut sichtbar die Aufschrift "Tickets" sowie das Rheinbahn-Logo und befindet sich offenbar an einer Haltestelle im Freien.
Symbolbild © imago/Michael Gstettenbauer

In Sachen Deutschland-Ticket kehrt einfach keine Ruhe ein. Nun werden bestimmte Tickets gestrichen und die Preise erhöht. Für viele Fahrgäste ist das ein Grund, künftig nicht mehr mit der Bahn zu fahren.

Eine Mobilitätswende ist in Deutschland grundsätzlich möglich, jedoch nur wenn mehr Bürger auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Dafür hat die Bundesregierung das Deutschland-Ticket eingeführt. Es soll mit einem günstigen Abopreis die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel fördern. Doch nun werden Tickets gestrichen und die Preise erhöht.

Deutschland-Ticket in der Krise – Preis schon wieder erhöht

In den letzten Jahren ist das Deutschland-Ticket immer wieder teurer geworden, zuletzt zum 1. Januar. Aufgrund dieser Inkonsequenz zweifeln viele Experten daran, ob sich das Ticket nun noch alle leisten können. Wahrscheinlich werden viele dann doch lieber Auto fahren oder nach Alternativen suchen. Das Deutschland-Ticket soll zum Abopreis von 64 Euro Fahrten quer durch Deutschland ermöglichen.

Fahrtickets gestrichen: Deutschland-Ticket wird immer beliebter

Gerade für Pendler ist das Ticket eine gute Möglichkeit, effizient, ökologisch und nachhaltig ans Ziel zu kommen. Die Vorteile der Bahn liegen auf der Hand: Man kann entspannt zur Arbeit fahren und nebenbei noch einige Dinge erledigen. Dem stehen jedoch die hohen Verspätungen und Zugausfälle gegenüber. Die Zuverlässigkeit der Bahn sinkt. Im Rhein-Main-Gebiet fallen nun außerdem bestimmte Bahntickets weg, weil das Deutschland Ticket immer beliebter wird. Für die Fahrgäste bedeutet die Umstellung vor allem eines: Wer bisher verschiedene Zeitkarten oder Sonderabonnements genutzt hat, sollte seine Fahrkarte zum Jahreswechsel genau prüfen. Denn viele klassische Monats-, Jahres- oder Kombitickets sind künftig nicht mehr verfügbar, da sie sich im Vergleich mit dem Deutschland-Ticket nicht mehr rechnen.

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Für die meisten Pendler lohnt sich das neue Ticket, da es günstiger ist als viele frühere Abonnements und zudem bundesweit gilt. Wer jedoch bislang nur kurze Strecken gefahren ist oder spezielle Teilzeit-Tickets genutzt hat, muss unter Umständen künftig etwas mehr zahlen oder auf ein anderes Modell umsteigen. Wichtig ist außerdem: Das Deutschland-Ticket ist ein Abonnement, das aktiv gekündigt werden muss – sonst verlängert es sich automatisch. Der RMV empfiehlt daher, bestehende Verträge zu überprüfen und sich rechtzeitig zu informieren, welches Ticket künftig am besten passt. Unterm Strich soll das System einfacher werden. Für manche Fahrgäste bedeutet die Umstellung jedoch zunächst eine Umgewöhnung und mehr organisatorischen Aufwand.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Angaben des Rhein-Main-Verkehrsverbunds, dpa)