
Für Millionen Pendler und Bahnreisende ist das Deutschlandticket inzwischen Alltag. Einmal im Monat bezahlen und anschließend bundesweit den Regionalverkehr nutzen – einfacher kann Bahnfahren kaum sein. Gerade bei längeren Reisen mit Kombinationen aus Fern- und Regionalverkehr sorgte das Ticket in der Vergangenheit jedoch immer wieder für Verwirrung. Nun gibt es wichtige Klarstellungen, die viele Fahrgäste kennen sollten.
Grundsätzlich gilt: Das Deutschlandticket deckt sämtliche Fahrten im Regionalverkehr ab. Dazu zählen unter anderem Regionalbahnen (RB), Regionalexpress-Züge (RE) und S-Bahnen sowie viele Verkehrsverbünde in ganz Deutschland. Wer also bereits ein Deutschlandticket besitzt, muss für diese Strecken keinen zusätzlichen Fahrschein kaufen.
Strecken buchen mit dem Deutschlandticket: Das sollten Fahrgäste wissen
Kompliziert wurde es bislang häufig bei Reisen, die teilweise mit dem ICE oder IC und teilweise mit Regionalzügen durchgeführt wurden. Viele Kunden buchten dabei vorsichtshalber die komplette Strecke inklusive des Regionalanteils über die Deutsche Bahn, obwohl sie diesen Abschnitt durch ihr Deutschlandticket bereits bezahlt hatten.
Sowohl die Bahn als auch immer mehr Buchungsportale weisen inzwischen deutlicher darauf hin, dass Deutschlandticket-Nutzer bei sogenannten Mischverbindungen oft Geld sparen können. Fährt man beispielsweise mit dem ICE bis Frankfurt und anschließend mit einem RE weiter, benötigt man häufig nur noch das Fernverkehrsticket für den ICE-Abschnitt, da die Regionalstrecke durch das Deutschlandticket bereits abgedeckt ist. Die Regionalstrecke ist durch das Deutschlandticket bereits abgedeckt.
Probleme kommen auf die Kunden zu – Deutschlandticket bei der Bahn
Allerdings gibt es dabei einen entscheidenden Haken, der immer wieder für Probleme sorgt: die Zugbindung und mögliche Verspätungen. Denn rechtlich gelten der Fernverkehrs- und der Regionalverkehrsanteil bei dieser Kombination häufig als getrennte Reisen. Das bedeutet konkret: Verpasst ein Fahrgast wegen einer verspäteten Regionalbahn seinen gebuchten ICE, kann es kompliziert werden. Anders als bei einer durchgehenden Buchung mit kompletter Reisekette greift der übliche Fahrgastrechtschutz in solchen Fällen nicht immer automatisch.
Vor allem bei knappen Umstiegszeiten kann das zum Risiko werden. Wer etwa mit einem verspäteten RE zum Hauptbahnhof fährt und dort seinen ICE verpasst, muss unter Umständen ein neues Ticket kaufen oder sich auf lange Diskussionen mit dem Service einstellen. Verbraucherschützer raten deshalb dazu, bei wichtigen Reisen ausreichend Pufferzeit einzuplanen. Das kann sich besonders bei stark ausgelasteten Strecken oder Baustellen auszahlen. Einige Reisende entscheiden sich auch bewusst dafür, trotz Deutschlandticket die gesamte Verbindung inklusive des Regionalanteils in einer einzigen Buchung zu kaufen, um im Problemfall besser abgesichert zu sein.
(Quellen: eigene Recherche der Redaktion, Deutsche Bahn)














