Deutschlandticket für knapp 32 Euro soll freigegeben werden

In einer Bahnhofshalle stehen zahlreiche Menschen an mehreren Ticketautomaten der Deutschen Bahn. Sie warten, bis sie an der Reihe sind, ein Ticket für den nächsten Zug zu kaufen.
Symbolbild © imago/Sabine Gudath

Der deutsche ÖPNV ist für Millionen Pendler eine tägliche Begleitung auf dem Weg zur Arbeit. Doch das Deutschlandticket wurde mehrfach im Preis erhöht und kostet zum Januar 2026 ohne Vergünstigungen 63 Euro monatlich. Nun soll für bestimmte Personengruppen ein Deutschlandticket für knapp 32 Euro kommen.

Wer in Deutschland pendelt, kommt um den öffentlichen Nahverkehr nicht herum. Doch die Nutzung wird immer teurer. Nun könnten bestimmte Gruppen von einer Vergünstigung profitieren.

Deutschlandticket für knapp 32 Euro: So viel kostet das Ticket aktuell

Das Deutschlandticket ist eine beliebte Option für unbegrenzte Fahrten im Nahverkehr deutschlandweit. Dennoch wird es ab dem 1. Januar 2026 teurer und kostet zukünftig 63 Euro pro Monat – eine Veränderung, die Bund und Länder gemeinsam beschlossen haben. Aktuelle Abonnenten sollten beachten, dass sie bis zum 30. November 2025 ihre Zustimmung zur Fortführung des Abos zu den neuen Konditionen aktiv geben müssen.

Die Zustimmung kann bequem online im Aboportal oder über den DB Navigator erfolgen. Falls keine Rückmeldung erfolgt, endet das Abonnement automatisch zum 31. Dezember 2025. Das Ticket bleibt weiterhin monatlich kündbar und flexibel nutzbar. Bürger können Abonnements können auch leicht reaktivieren, solange die Kündigung bis zum 31. Dezember 2025 erfolgt ist, oder sie können neu abschließen, um das Ticket auch in 2026 zu nutzen. Wer ab 15. Oktober 2025 ein Ticket bestellt, wurde bereits während des Bestellvorgangs über die Preisänderung informiert und muss keine gesonderte Zustimmung mehr erteilen.

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Starke Vergünstigung: Diese Bürger dürfen sich über ein Deutschlandticket für knapp 32 Euro freuen

Für Nutzer des Jobtickets gelten ähnliche Regelungen, wobei der Preis von individuellen Arbeitgeber-Zuschüssen abhängt. Verpassen Bürger allerdings die Frist und verlängern das Ticket unwissentlich nicht, fahren sie ohne Fahrschein. Dann wird bei Kontrolle ein erhöhtes Beförderungsentgelt in Höhe von mindestens 60 Euro fällig. Karlsruhe bekommt übrigens zeitnah völlig neue Straßenbahnen.

Doch immerhin könnte es für bestimmte Bürger Vergünstigungen geben. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) setzt sich dafür ein, dass Auszubildende im Kreis Recklinghausen das Deutschlandticket für die Hälfte des regulären Preises erhalten – für nur 31,50 Euro pro Monat. Angesichts der bevorstehenden Preiserhöhung des Tickets auf 63 Euro fordert die NGG, dass die Landesregierung Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit den Arbeitgebern Unterstützung leistet. Als Vorbild nennt die NGG Modelle wie in Niedersachsen, wo das Land und die Arbeitgeber den Ticketpreis durch Zuschüsse reduzieren. Dort übernimmt das Land bis zu 25 Prozent der Kosten, während Arbeitgeber sich mit einem Viertel beteiligen. Dadurch werden Azubis und Freiwilligendienstleistende deutlich entlastet.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, NGG Ruhrgebiet)