
Seit Anfang 2026 ist es deutlich teurer ‒ mancherorts zahlen Grundsicherungs-Empfänger jedoch weniger für das Deutschlandticket. Wo es jetzt lohnenswerte Ermäßigungen gibt und was man dafür unbedingt beachten muss.
Innerhalb weniger Jahre hat sich das Deutschlandticket verteuert. Inzwischen werden über 60 Euro fällig. So kommen Sozialleistungsempfänger an einen attraktiven Rabatt.
Es sollte ein günstiges Ticket für alle sein ‒ nun ist es teurer
Lange wurde über die Preisentwicklung des Deutschlandtickets diskutiert. Inzwischen zahlen Abonnenten seit dem 1. Januar 2026 monatlich 63 Euro. Der reguläre Preis hat sich damit um insgesamt fünf Euro erhöht. Zuvor kostete die Fahrkarte für Kunden im Jahr 2024 sogar 49 Euro. Das Bundesverkehrsministerium (BMV) hat die Folgen nach der Einführung ausgewertet: Unter anderem soll es durch eine Abnahme des Autoverkehrs zu einer CO2-Einsparung in Höhe von 2,5 Millionen Tonnen gekommen sein. Doch nicht alle können sich das Ticket heute noch leisten. Für Sozialleistungsempfänger gibt es mancherorts jedoch Ermäßigungen.
Wo Grundsicherungs-Empfänger jetzt weniger zahlen
Wer mit seinem Wohnsitz in Hamburg gemeldet ist und Grundsicherung bekommt, darf sich über einen solchen Rabatt freuen: Nach Abzug des Sozialrabatts in Höhe von 35,50 Euro reduziert sich der Betrag deutlich. So schlägt das Deutschlandticket des Hamburger Verkehrsbundes (HVV) lediglich mit 27,50 Euro zu Buche. Im Bundesland Hessen profitieren Menschen mit wenig Geld auf dem Konto ebenfalls. Wer auf Sozialleistungen angewiesen ist, muss für das Ticket monatlich nur 44 Euro zahlen. Etwas mehr zahlen Kunden des Verkehrsbundes Rhein-Sieg (VRS) in NRW: Dort fallen 53 Euro für Leistungsempfänger an.
Ein niedriges Einkommen reicht jedoch nicht aus, um automatisch eine vergünstigte Fahrkarte zu bekommen: Wichtig ist, dass man den entsprechenden Nachweis vorlegt. Für Grundsicherungsempfänger bedeutet das, den Leistungsbescheid gut aufzubewahren. Welche Konditionen gelten und was Abonnenten außerdem wissen müssen, bevor sie den Kauf tätigen, erfahren sie beim zuständigen Verkehrsbund. Die Einzelheiten variieren je nach Region. So gibt es in Baden-Württemberg unterschiedliche Modelle für Personen, die auf einen Sozialrabatt angewiesen sind. In Baden-Baden gewährt man zum Beispiel einen 10-Euro-Zuschuss, während Freiburg mit Ermäßigung insgesamt 38 Euro für die Karte verlangt.
(Quellen: VRR, VRS)














