Deutschlandticket wird günstiger: Nur für Bürgergeld-Empfänger

Mehrere Menschen sind von hinten auf einem U-Bahnsteig zu sehen. Über ihnen hängt eine Anzeigetafel und links ist der eingefahrene Zug zu sehen.
Symbolbild © imago/Wolfgang Maria Weber

Auch für das Jahr 2025 gilt: Für Bürgergeld-Empfänger ist das Deutschlandticket günstiger. Doch sie sind nicht die Einzigen, die sich über einen reduzierten Preis freuen dürfen.

Zwar müssen Bürgergeld-Empfänger in diesem Jahr mit einer Nullrunde leben, da der Regelsatz nicht erhöht wurde, doch sie dürfen sich auch 2025 wieder über ein günstigeres Deutschlandticket freuen. Auch eine weitere Gruppe muss nicht den vollen Ticketpreis zahlen.

Zukunft des Deutschlandtickets zunächst ungewiss

Im Laufe des letzten Jahres wollten viele Verkehrsbetriebe und die Deutsche Bahn einfach nicht mehr mitmachen. Sie bemängelten, dass ihnen durch den Preis des Deutschlandtickets erhebliche Gewinne entgehen würden. Viele Kunden kündigten nämlich ihr regionales Abo und stiegen auf das 49-Euro-Ticket um. Zunächst weigerten sich auch Bund und Länder, sich in dem geforderten Maße an der Finanzierung des vergünstigten Tickets zu beteiligen. Daraufhin drohten die regionalen Verkehrsbetriebe, dass in ihren Zonen das Ticket die Gültigkeit verlieren sollte. Letzten Endes konnten sich jedoch alle Parteien einigen. Für den Verbraucher bedeutete diese Einigung einen Preisanstieg von 9 Euro pro Monat für das beliebte Ticket.

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Ab 2025: Zwei Gruppen profitieren von vergünstigtem Preis

Bürgergeld-Empfänger bekamen das 49-Euro-Ticket bislang für einen ermäßigten Preis von 39 Euro. Zunächst stand nicht fest, inwieweit sich der Preis für sie verändern würde. Und auch die Schüler in Nordrhein-Westfalen mussten noch eine wichtige Entscheidung abwarten, bevor der neue Preis feststand. Denn die Bundesregierung wollte verhindern, dass die Länder die vergünstigten Tickets für die beiden Personengruppen aus den Regionalisierungsmitteln finanzieren. Doch damit kamen sie nicht durch. Regionalisierungsmittel sind finanzielle Mittel, die der Bund den einzelnen Ländern zur Verfügung stellt, damit diese das Geld in den regionalen Personenverkehr investieren können. Das ermäßigte Deutschlandticket wird damit weiterhin bezuschusst.

Schüler und Studierende bezahlen ab 2025 nun 38 Euro anstatt 29 Euro wie noch im alten Jahr. Das Deutschlandticket Sozial kostet jetzt 48 Euro. Es steht jedoch in Nordrhein-Westfalen nicht nur Bürgergeld-Empfängern, sondern auch Beziehern von Wohngeld, Sozialhilfe und Leistungsberechtigten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und dem Bundesversorgungsgesetz zu.