Deutschlandticket wird wieder teurer – neuer Preis zeichnet sich ab

Ein großes Flächenplakat, eine Werbetafel mit offizieller Werbung für das Deutschlandticket steht an einem versiegelten Fläche in einer Stadt und zeigt ein glückliches Pärchen die Zugfahren.
Symbolbild © imago/Zoonar

Auf das Deutschlandticket verlassen sich jeden Tag Millionen Menschen. Doch nun könnte ein neuer, teurerer Preis dafür fällig werden. „Nicht schon wieder“, sagen die einen – „verständlich“, sagen die anderen.

Beginnend bei 9 Euro, hat sich der Preis für das Deutschlandticket in den vergangenen Jahren schrittweise erhöht. Jetzt zeichnet sich erneut eine Teuerung ab, deren genaue Hintergründe eine neue Analyse offenlegt.

Hinter dem neuen Deutschlandticket‑Preis steckt eine überraschende Rechnung

Das Deutschlandticket geht 2027 erneut in die nächste Preisrunde. Aktuell zahlen Fahrgäste 63 Euro im Monat. Nach einer aktuellen Berechnung dürfte der Preis zum Jahreswechsel auf etwa 66,80 Euro steigen. Damit kämen monatlich 3,80 Euro hinzu. Der endgültige Betrag steht allerdings bisher nicht fest. Seit der Einführung im Mai 2023 haben sich die Kosten bereits mehrfach verändert. Der nächste Schritt unterscheidet sich jedoch von den vorherigen Erhöhungen. Bund und Länder legen künftig eine feste Berechnung zugrunde, die verschiedene Kosten im Nahverkehr miteinander verbindet.

Ein wichtiger Bestandteil sind die Personalkosten. Hinzu kommen Ausgaben für Diesel, Strom und weitere Kostenpunkte. Der WDR berechnet daraus einen Kostenindex. Steigen diese Belastungen, kann das Deutschlandticket entsprechend teurer werden. Dabei spielt Diesel eine größere Rolle, als viele Fahrgäste vermuten. Noch immer fahren zahlreiche Regionalbusse mit Diesel. Auch auf der Schiene setzt Deutschland nicht überall auf elektrischen Betrieb. Deshalb können steigende Kraftstoffpreise indirekt im Monatspreis des Tickets auftauchen. Die Finanzierung beeinflusst den Betrag ebenfalls. Bund und Länder steuern derzeit jeweils 1,5 Milliarden Euro pro Jahr bei. Dieser staatliche Zuschuss bleibt dabei bis 2030 festgelegt. Steigen gleichzeitig die Kosten der Verkehrsunternehmen, erhöht das den Druck auf die Ticketfinanzierung.

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Deutschlandticket 2027: Jetzt zeichnet sich die nächste Erhöhung ab

Nach der aktuellen WDR-Berechnung erreicht das Deutschlandticket 2027 rund 66,80 Euro pro Monat. Das wären 801,60 Euro für zwölf Monate. Frühere Berechnungen lagen etwas niedriger, weshalb der tatsächlich beschlossene Preis noch abweichen kann. Für Pendler gibt es immerhin einen praktischen Vorteil: Das Abo bleibt flexibel kündbar. Wer bis zum 10. eines Monats kündigt, beendet das Abonnement zum Monatsende. Das kann sich für Menschen lohnen, die beispielsweise nur während bestimmter Monate regelmäßig den Nahverkehr nutzen.

Wichtig bleibt außerdem der Blick auf den Geltungsbereich. Das Deutschlandticket gilt im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr, aber grundsätzlich nicht in ICE, IC oder EC. Wer häufig Fernverkehr nutzt, muss zusätzliche Fahrkarten einplanen. Damit dürfte das Ticket auch 2027 für viele Nutzer attraktiv bleiben. Gleichzeitig zeigt die neue Preisformel, dass der monatliche Betrag künftig stärker auf Veränderungen bei Personal-, Energie- und Betriebskosten reagieren kann.

(Quellen: VMK, Destatis, BMV)