
Bei der Deutschen Bahn gibt es ab Dezember einige Änderungen. Für manche Fahrgäste sind diese positiv, andere müssen wohl oder übel Abstriche machen. Millionen Menschen sind davon betroffen.
Die Deutsche Bahn hat die neuen Fahrpläne für 2026 veröffentlicht. Diese versprechen viele gute Neuerungen. Jedoch gibt es auf vielen Strecken auch Einschnitte oder ganze Streichungen.
Ab Dezember: Große Änderungen bei der Deutschen Bahn
Ab dem 14. Dezember treten die neuen Fahrpläne der Deutschen Bahn für das kommende Jahr in Kraft. Zunächst das Positive: Ab diesem Tag sind insgesamt 21 Städte im Halbstundentakt an den Fernverkehr per ICE angebunden – fast doppelt so viele wie bisher. Dies gilt unter anderem für Verbindungen zwischen Hamburg und Kassel oder Stuttgart und Mannheim sowie einige mehr. Für die weiteren Verbindungen zwischen Nord- und Süddeutschland kommen künftig neue ICE-Sprinter zum Einsatz. Fährt man beispielsweise von Stuttgart nach Berlin, gibt es lediglich einen Halt in Nürnberg. In weniger als fünf Stunden ist das Ziel erreicht. Allerdings fährt dieser Direktzug nur zweimal täglich.
Wesentlich häufiger, nämlich stündlich, fährt der Sprinter zwischen Berlin und München. Dieser hält unterwegs in Halle und Erfurt. Auch das internationale Streckennetz hat Änderungen erhalten. So gibt es zum Beispiel eine neue Verbindung zwischen Leipzig und Krakau. Weiterhin zählen mehr ICE-Direktverbindungen aus Nordrhein-Westfalen in die Schweiz zu den Neuerungen. Im Laufe des kommenden Jahres sollen weitere folgen. Mit dem ICE L kommt erstmals eine barrierefreie Zugreihe zum Einsatz. Das L steht für „low floor“, also einen niedrigen Einstieg. Manko: Der ICE L befährt zunächst nur die Strecke zwischen Berlin und Köln. Weitere Verbindungen seien jedoch schon in Planung.
Kürzungen und Streichungen bei der Deutschen Bahn
Ein Sprichwort lautet: „Wo gehobelt wird, fallen Späne.“ Genau das passiert auch bei den Änderungen der Deutschen Bahn. So fallen weniger frequentierte Strecken mitunter komplett weg, da sie einfach nicht ausreichend rentabel seien. Die Fahrgäste, die auf eine solche Verbindung bislang angewiesen waren, schauen schlichtweg in die Röhre. Fährt beispielsweise der Zug zwischen Leipzig und Nürnberg über Jena aktuell noch fünfmal am Tag, gibt es ab dem 14. Dezember nur noch zwei Fahrten.
Andere Strecken sind vorerst komplett gestrichen, zumeist jedoch aufgrund von Baustellen. Die Schuld für die geringe Auslastung wird teilweise dem Deutschlandticket gegeben. Kunden würden deshalb auf den zwar langsameren, jedoch viel preiswerteren Nahverkehr ausweichen. Dass sich durch die Reduzierungen die Pünktlichkeit und die Kundenzufriedenheit erhöhen, bezweifeln Experten.














