
In der EU gelten künftig neue Maßnahmen für die Fluggäste. Wie stets bei solchen Vorschriften gibt es Befürworter und Kritiker. Letztere sehen die Fluglinien dadurch noch mehr in Gefahr.
Die beschlossenen Regelungen greifen tief in den Reisealltag ein. Doch trotz des versprochenen Schutzes herrscht an den Terminals schon lange akuter Frust unter den Reisenden.
Nichts als Ärger: Fluggäste beschweren sich über zahlreiche Unannehmlichkeiten
Wer mit einem Flugzeug sein Reiseziel erreichen will, hat im Vorfeld oftmals einige Unannehmlichkeiten zu meistern. In den sozialen Medien kochte immer wieder die Diskussion hoch, ob man als Fahrgast den Platz fürs Kind freimachen muss, wenn ein Elternteil daneben sitzt. Der Rat, einfach die entsprechenden Sitzplätze zu buchen, gefiel den Eltern nicht, da man für eine Sitzplatzreservierung extra zahlen muss. Ein weiteres Ärgernis bieten die Verspätungen. Man sitzt am Flughafen und muss stundenlang warten, meistens ohne, dass man weiß, wann und wie es nun weitergehen wird. Und auch das Buchen der Flugreise konnte für so manchen zum Ärgernis werden, wenn man auf einmal zusätzliche Kosten auf sich nehmen musste und das Angebot auf einmal gar nicht mehr so günstig war.
In der EU: Diese Maßnahmen gelten künftig für die Fluggäste
Die Mitgliedstaaten der EU haben sich jetzt mit den wichtigsten und dringendsten Problemen der Flugpassagiere beschäftigt und konnten sich in vielen Punkten einigen. Die Fluglinien wollten erreichen, dass die Gäste erst ab einer Verspätung von vier anstatt von drei Stunden eine geldwerte Entschädigung erhalten. Und diese sollte dann auch noch reduziert werden. Die EU konnte dies erfolgreich in den Verhandlungen abwenden. Ebenfalls müssen zukünftig die Extra-Kosten bei günstigen Angeboten deutlich hervorgehoben werden. Gerade Billig-Airlines zeigten sich besonders kreativ, wenn es um das Verstecken von Zusatzkosten ging.
Und auch für Eltern und Begleiter von mobilitätseingeschränkten Personen gibt es eine gute Nachricht. Sie müssen den zugehörigen Sitzplatz zwar buchen, müssen jedoch keine Extra-Kosten für diese Platzreservierung bezahlen. Zudem müssen die Airlines den Gästen spätestens 96 Stunden nach dem Flug Informationen über ihre Rechte und wie sie diese wahrnehmen können zukommen lassen. Passagiere haben dann neun Monate Zeit, diese einzufordern. Während die Verbraucherverbände den Einsatz Deutschlands und der EU positiv hervorheben, reagieren die Luftfahrtlinien mit Kritik. Innerhalb von drei Stunden seien weder eine Reparatur noch die Beschaffung eines Ersatzflugzeugs möglich. Hinzu käme die wirtschaftliche Lage, weshalb man mit enormen Kosten rechne. Die Bürger zeigen sich jedoch begeistert und können nun den nächsten Flug mit deutlich mehr Sicherheit antreten.
(Quellen: dpa, Europäisches Parlament, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














