Diesel-Fahrverbote kommen – deutsche Urlauber müssen aufpassen

Ein großes rot-weißes Diesel-Verbotsschild befindet sich im Vordergrund. Im Hintergrund fährt gerade ein Auto vorbei an einigen Menschen, die an einer roten Fußgängerampel stehen. Ab 2035 soll das Verbrenner-Verbot auch in Deutschland gelten.
Symbolbild © istockphoto/Tanaonte

Autofahrer aufgepasst: Durch diese Unachtsamkeit kann der Urlaub plötzlich richtig teuer werden. Deutsche Urlauber müssen in Italien ganz genau darauf achten, wo sie mit welchem Fahrzeug unterwegs sind.

Italien ist eines der beliebtesten Reiseziele Europas. Doch deutsche Urlauber müssen jetzt aufpassen, mit welchem Fahrzeug sie die Grenze überqueren und welche Reiserouten sie verfolgen. Sonst kann der Urlaub mit dem alten Auto schnell sehr teuer werden.

Verbot: Bald dürfen sie nicht mehr nach Mailand

Das beliebte Reiseziel und Nachbarland Italien hat vor allem in den Wintermonaten immer wieder mit gravierender Luftverschmutzung zu kämpfen. Besonders die nördliche Region ist davon betroffen und nun will die Regierung etwas dagegen unternehmen. Deshalb müssen deutsche Urlauber sich jetzt genau informieren. Konkret sollen Euro‑5-Dieselfahrzeuge hier nicht mehr fahren dürfen, um die Belastung einzugrenzen.

Die Lombardei und Emilia-Romagna wollen dabei drastisch durchgreifen und ab dem 1. Oktober 2026 entsprechende Fahrzeuge mit Bußgeldern versehen. Wer in der Lombardei unterwegs ist und Strafen ab 168 Euro im Urlaub vermeiden möchte, sollte die Regeln kennen. So hat die Regierung entschieden, dass alte Diesel-Fahrzeuge an Werktagen zwischen 7.30 und 19.30 Uhr nicht durch Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern fahren dürfen. Damit fällt der Besuch von beispielsweise Mailand flach.

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Zwei Regionen wollen das Verbot doch nicht

In der Emilia-Romagna hingegen ist die Durchfahrt ebensolcher Kommunen frühmorgens länger möglich. Hier gilt die Regelung zwischen 8.30 und 18.30 Uhr für Kommunen ab 30.000 Einwohnern. Nicht nur die Italiener selbst, sondern auch deutsche Urlauber müssen dabei auf die Reiserouten achtgeben. Denn auch für sie gelten die italienischen Strafen. Diese fangen häufig bei 168 Euro an. Hinzu kommen, Medienberichten zufolge, Zustellungskosten sowie Verwaltungsgebühren.

Wer einen alten Diesel fährt, sollte sich daher dringend mit dem Urlaubsort auseinandersetzen und folgende Daten prüfen: Emissionsklasse, Region, Tageszeit der Durchfahrt und Stadt. All diejenigen, die in das Piemont oder nach Venetien wollen, können zunächst entspannen. Spontan haben sich beide Regionen für alternative Lösungen und gegen das Durchfahrverbot entschieden. Unter anderem setzen diese auf HVO-Kraftstoffe im Nahverkehr und den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, um die gesetzten Emissionsziele in Zukunft zu erreichen.

(Quellen: ADAC, Regione Lombardia, Regione Piemonte, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)