
Wer mit dem Auto unterwegs ist, schaut meist zuerst auf die Preise an der Tankstelle. Doch eine neue Analyse des Energieanbieters Tibber sorgt jetzt für Diskussionen. Das Ergebnis: Selbst in einer Phase mit staatlichem Tankrabatt lagen die Energiekosten für Diesel deutlich über den Stromkosten eines Elektroautos.
Nach der Auswertung einer Studie fiel Diesel im untersuchten Zeitraum rund sechsmal teurer aus als Strom. Die Untersuchung betrachtet allerdings nicht den Alltag jedes Autofahrers.
Experten schlagen Alarm: Energiekosten treiben die E-Auto-Wende voran
Der Energieanbieter Tibber verglich in einer Studie E-Autos, die überwiegend zu Hause geladen werden, einen intelligenten Stromzähler besitzen und ihren Ladevorgang automatisch in günstige Preisphasen verschieben. Dadurch sinken die Stromkosten spürbar. Wer dagegen überwiegend an öffentlichen Schnellladesäulen lädt, zahlt häufig deutlich mehr als beim Laden zu Hause.
Trotzdem zeigt die Analyse einen Trend, der viele Experten schon länger beschäftigt: Die reinen Energiekosten sprechen immer häufiger für das Elektroauto. Während Dieselpreise von den Entwicklungen am Ölmarkt, Steuern und geopolitischen Krisen abhängen, können E-Autofahrer ihre Kosten aktiv beeinflussen. Wer zu Hause lädt, eine Wallbox nutzt und günstige Ladezeiten auswählt, spart oft bei jeder Fahrt.
Studie deckt überraschende Zahlen auf: Diesel ist deutlich teurer als Strom
Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Viele Autofahrer vergleichen lediglich den Preis pro Liter Diesel mit dem Strompreis pro Kilowattstunde. Aussagekräftiger sind jedoch die Kosten pro gefahrenem Kilometer. Moderne Elektroautos benötigen im Durchschnitt etwa 15 bis 20 Kilowattstunden Strom auf 100 Kilometer. Dieselmodelle verbrauchen dagegen häufig fünf bis sieben Liter Kraftstoff auf derselben Strecke. Je nach Strom- und Kraftstoffpreis ergeben sich dadurch erhebliche Unterschiede bei den laufenden Kosten.
Die Tibber-Studie zeigt deshalb vor allem eines: Wer ein Elektroauto unter günstigen Bedingungen lädt, fährt bei den Energiekosten häufig deutlich günstiger als mit einem Diesel. Gleichzeitig macht die Analyse aber auch deutlich, dass sich pauschale Vergleiche kaum eignen. Ob sich ein E-Auto finanziell lohnt, hängt weiterhin von mehreren Faktoren ab – etwa vom persönlichen Fahrprofil, den Lademöglichkeiten, dem Stromtarif und der Nutzung öffentlicher Ladepunkte. Gerade diese Unterschiede entscheiden am Ende darüber, wie groß der tatsächliche Kostenvorteil im Alltag ausfällt.
(Quellen: Tibber, ADAC, Kraftfahrt-Bundesamt)














