Diesel-Schock beim TÜV – Autofahrern drohen bis zu 3.000 Euro

Ein Mann mit blauer Latzhose arbeitet mit einem Werkzeug im Motorraum eines Autos. In der Werkstatt steht im Hintergrund noch ein weiteres Fahrzeug in Weiß.
Symbolbild © istockphoto/standret

Autofahrer, die einen Diesel besitzen, könnte beim TÜV der Schock ereilen. Ihnen drohen sogar bis zu 3.000 Euro an Mehrkosten. Deshalb sollten Betroffene sofort handeln und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Bis zu 3.000 Euro können Autofahrern drohen, die einen Diesel fahren und eine bestimmte Angelegenheit nicht beachten. Man sollte sofort handeln.

Gleich beim ersten TÜV durchgefallen: Diesel-Fahrzeuge besonders betroffen

Auffällig viele Euro-6-Dieselmodelle von Ford fallen derzeit bereits bei ihrer ersten Abgasuntersuchung aufgrund einer extrem erhöhten Partikelanzahl durch. Da am 1. Juli 2023 das neue, hochpräzise Partikelzählverfahren eingeführt wurde, fliegen beschädigte Dieselpartikelfilter sofort auf. Betroffene Fahrzeuge überschreiten den gesetzlichen Grenzwert von 250.000 Partikeln/cm³ teils um das Zehnfache, ohne dass im Cockpit eine Fehlermeldung oder die Motorkontrollleuchte aufleuchtet.

Die Kernursache liegt in einem softwarebedingten Konstruktionsfehler der Filterregeneration. Beim automatischen Freibrennen des Partikelfilters entstehen herstellerbedingt zu hohe Temperaturen. Diese extreme Hitze führt dazu, dass die internen Keramik-Monolithblöcke im Filter reißen oder sich komplett lockern, wodurch die Filterwirkung fast vollständig verloren geht.

Autofahrern drohen bis zu 3.000 Euro: Das kann man jetzt tun

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Dies führt dazu, dass man als Kunde den Austausch des Filters selbst bezahlen muss. Dabei kommen Kosten von bis zu 3.000 Euro auf Autofahrer zu. Wer den teuren Filtertausch bereits im Vorfeld auf eigene Kosten in einer Vertragswerkstatt hat durchführen lassen, kann über den Händler einen Kulanzantrag auf Rückerstattung stellen. Aufgrund des massiven Drucks durch den ADAC hat Ford eine weltweite Rückrufaktion gestartet. In Deutschland sind über 164.000 Fahrzeuge der Baujahre 2014 bis 2023 betroffen.

Im Rahmen des Rückrufs wird in der Vertragswerkstatt eine neue Software-Kalibrierung aufgespielt, die die Temperaturen beim Freibrennen künftig deckelt. Sollte der Partikelfilter durch die Hitze bereits Risse aufweisen oder zerstört sein, wird dieser vollkommen kostenlos ersetzt. Unter Angabe der Fahrgestellnummer sollte direkt beim Ford-Händler der Rückrufstatus zur Aktion 24E06 abgefragt werden. Liegt ein Untersuchungstermin an, muss die Rückrufmaßnahme durchgeführt werden, da das Fahrzeug sonst die AU nicht besteht und keine TÜV-Plakette erhält. Zudem werden die Kunden nach und nach von Ford angeschrieben.

(Quellen: KBA, ADAC)