Dunkle Wolken bei Mercedes: Autobauer setzt nun auf Sparkurs

Ein Mercedes-Stern befindet sich auf der Motorhaube eines Fahrzeugs des Herstellers Mercedes. Die Hand einer Person greift nach dem Teil des Sterns, der diesen mit der Haube verbindet.
Symbolbild © imago/Hans-Günther Oed

Nun setzt der bekannte Autobauer auf Sparkurs. Es ziehen dunkle Wolken bei Mercedes auf. Viele Menschen sind darüber besorgt und schauen in eine ungewisse Zukunft.

Der deutsche Autobauer Mercedes setzt auf Sparkurs! Es scheinen derzeit dunkle Wolken über das Unternehmen zu ziehen. Noch ist nicht gewiss, wie es zukünftig weitergeht.

Dunkle Wolken ziehen bei Mercedes auf

Mercedes-Benz steht trotz seiner über 140-jährigen Geschichte vor einer seiner schwierigsten Phasen bisher. Nun setzt der Autobauer auf Sparkurs. Denn trotz stolzer Tradition und internationaler Markenbekanntheit verzeichnete der Konzern im Jahr 2025 einen gravierenden Einbruch in den Gewinnen. Kein Wunder, dass damit Margen und Zukunftsaussichten massiv unter Druck stehen. Einige Experten sprechen dabei von einer strukturellen Belastung, welche einen Sparkurs und wichtige strategische Neuausrichtungen erzwingt. Dass der Autobauer nun auf Sparkurs setzt, hat eindeutige Gründe. Denn so war der operative Gewinn – also das Ergebnis vor Steuern und Zinsen – nur noch etwa 5,8 Milliarden Euro groß. Im Vergleich zu früheren zweistelligen Milliardenbeträgen ist das ein krasser Einbruch.

Ganz besonders problematisch ist dabei die Entwicklung des Kerngeschäfts mit dem Pkw. Mercedes verdient an jedem Fahrzeug inzwischen nur noch eine Marge von circa fünf Prozent. Das ist ein sehr niedriger Wert für einen Autohersteller im Luxussegment, insbesondere weil er in den Jahren zuvor deutlich höhere Renditen erzielte. Damit ist die Marge im Vergleich zu früher deutlich geschrumpft, was etwaige Wachstumspläne des Unternehmens erschwert. Grund für den Sparkurs des Autobauers sind dabei mehrere externe Faktoren. Zum einen sind die höheren US-Importzölle eine große Belastung, die Mercedes im letzten Jahr rund eine Milliarde Euro kostete. Zum anderen leidet das Unternehmen unter negativen Wechselkurseffekten. Auch einer der wichtigsten Einzelmärkte, China, schwächelt. Der Absatz sank dort um knapp 19 Prozent, was ein zusätzliches strukturelles Problem darstellt.

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Sparplan für die kommenden Jahre geplant

Angesichts dessen fährt der Autobauer nun einen Sparkurs. So will man die Produktions- und Fixkosten bis 2027 jeweils um rund zehn Prozent reduzieren. Unter anderem will man hier beim Material, aber auch beim Personal sparen. Zudem plant man einen stärkeren Fokus auf kostengünstige Standorte wie in Ungarn, um hier zu produzieren.

Zudem will man im Rahmen einer historischen Modelloffensive mehr als 40 neue Fahrzeuge bis zum Jahr 2029 auf den Markt bringen. Diese sollen nicht nur neue technologische Features haben, sondern auch helfen, bestimmte Marktanteile – insbesondere im Einstiegs- und Elektrosegment – wieder zurückzugewinnen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Mercedes)