Durchbruch: CO₂-freier Verbrenner nun in Deutschland vorgestellt

Ein Mitarbeiter in einem Blaumann bedient in einer großen Fabrikhalle eine schwere Maschine. Es scheint eine Art Motor zu sein, der an einem Kran hängt und den der Arbeiter vorsichtig manövriert.
Symbolbild © imago/ Rainer Unkel

Eine deutsche Firma hat den ersten CO₂-freien Verbrenner vorgestellt und arbeitet damit an einem alternativen Konzept zur E-Batterie. Der Motor benötigt weder Strom noch andere fossile Brennstoffe.

Seit Jahren arbeitet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge bereits an einer Alternative. Nun hat es den ersten CO₂-freien Verbrenner vorgestellt und will damit eine ganze Branche revolutionieren.

Alternativen auf dem Vormarsch: E-Fahrzeuge bleiben jedoch vorne

Fleißig arbeiten die Forschungs- und Technikabteilungen großer Unternehmen an Alternativen zu Verbrennern, die fossile Brennstoffe zum Arbeiten brauchen und damit nicht CO₂-frei sind. Weit vorne liegt weiterhin die Batterie, mit der die E-Fahrzeuge betrieben werden. Auch bei öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Lkw, die im Nah- und Fernverkehr eingesetzt werden, stehen die E-Varianten an erster Stelle.

Es gibt jedoch auch weitere Alternativen. So arbeitet BMW beispielsweise ebenfalls seit mehreren Jahren an einer anderen Lösung und hat sogar schon Fahrzeuge mit Wasserstoff-Antrieb herausgebracht. Immer wieder tun Experten diese Alternative jedoch als wenig attraktiv ab. Zum einen fühlten sich die Kunden mit einem solchen Antrieb nicht sicher. Zum anderen sei die Herstellung viel zu aufwändig und zu kostspielig.

CO₂-freier Verbrenner in Deutschland: Großes Unternehmen setzt auf weitere Alternative

Lesen Sie auch
VW-Schock für Deutschland: Bis 100.000 Stellen könnten wegfallen

Die Firma Liebherr aus Deutschland ist seit vielen Jahren bekannt für ihre Baumaschinen. Diese verbrauchen einiges an fossilen Brennstoffen und tragen somit zu einem hohen CO₂-Ausstoß bei. E-Antriebe kommen für die Maschinen aufgrund ihres Einsatzfeldes nicht zum Einsatz. Seit Jahren hat Liebherr nun jedoch an einer Alternative geforscht und gebaut. Herausgekommen ist ein CO₂-freier Verbrenner, die mit Ammoniak betrieben wird. Ein Mock-up hat das Unternehmen bereits auf der Bauma im letzten Jahr vorgestellt.

Auf den sozialen Kanälen und der Homepage des Unternehmens findet man verschiedene Informationen zum Ammoniak-betriebenen Motor. Liebherr stellt sogar in einem Youtube-Video die Funktionsweise vor und wirbt für diese Alternative. Insbesondere im Bergbau will das Unternehmen auf diese Weise zu einer Reduzierung von CO₂ und zur Dekarbonisierung beitragen. Da Ammoniak erst bei über 600 Grad arbeiten kann, soll der Funken im Motor mit Wasserstoff gezündet werden und somit betriebsbereit werden. Wann der neue Motor auf den Markt kommt und damit auch den entsprechenden Kunden zur Verfügung steht, ist mit Stand heute noch nicht bekannt.

(Quellen: Liebherr, CHIP, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)