Durchgesickert: Benzinpreise sollen jedes Jahr erhöht werden

Im Vordergrund befinden sich zwei 500-Euro-Scheine. Im Hintergrund ist eine Anzeigentafel für Spritpreise zu sehen. Bei Diesel, E10, Super und Super Plus steht die Aufschrift "teuer".
Symbolbild © istockphoto/Stadtratte

Geht es nach einem jüngst öffentlich gemachten Vorschlag, sollen die Benzinpreise ab sofort jedes Jahr erhöht werden. Die hohen Spritpreise sollen Autofahrer dazu bewegen, auf Elektroautos umzusteigen.

Das Elektroauto ist zum Unmut seiner Befürworter immer noch bei vielen Deutschen unbeliebt. In diesem Jahr erlebt die Branche sogar eine echte Krise. Jetzt steht eine Maßnahme im Raum, die Autofahrer unsanft zu einem Umstieg motivieren soll.

Radikale Maßnahme: Bürger sollen sich Verbrenner nicht mehr leisten können

Elektroautos sind in den Augen vieler die Top-Lösung, wenn es um eine nachhaltige Verkehrswende in Deutschland geht. Eingebrochene Verkaufszahlen sorgen jedoch dafür, dass die Diskussionen um die Elektromobilität jetzt immer mehr hochkochen. Um die Stromer wieder attraktiver zu machen, stehen einige Ideen im Raum. Politiker fordern beispielsweise, wieder staatliche Prämien an E-Autobesitzer auszuzahlen. Manche wollen aber auch zu viel radikaleren Maßnahmen greifen, um der Branche aus der Krise zu verhelfen.

So fordert Daimler Truck-Chef Martin Daum jetzt öffentlich einen harten Kurs gegen den Verbrenner. Seiner Idee nach sollen die Benzinpreise jedes Jahr automatisch erhöht werden. Der Daimler-Manager spricht sogar von einem konkreten Preis, um Sprit schrittweise so teuer wie möglich für die Autofahrer zu machen. Demnach sollen die Kosten für einen Liter Benzin Jahr für Jahr um 10 Cent steigen. Damit soll der Verbrenner an Attraktivität verlieren und die Menschen sollen auf E-Autos umsteigen, so der Plan. Mit der Idee äußert der Vorstand jedoch gleichzeitig Zweifel, ob die Bürger einen solchen Plan überhaupt mitmachen würden.

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Drastische Spritpreiserhöhung schon für nächstes Jahr geplant

Was viele aber immer wieder vergessen: Bereits jetzt gibt es politische Maßnahmen, um die Spritpreise jedes Jahr ein wenig teurer zu machen. Denn pro Tonne ausgestoßenes CO2 zahlen Bürger in diesem Jahr schon 45 Euro, was sich auch an der Tankstelle bemerkbar macht. Und bereits jetzt steht fest, dass der Preis pro Tonne 2025 noch einmal um 10 Euro steigen wird. Veränderungen auf dem Spritmarkt führen derzeit noch dazu, dass die CO2-Preise noch nicht zu besonders hohen Kosten an der Zapfsäule führen. Doch dies könnte sich in Zukunft durchaus ändern.