E-Auto-Fahrer sollen bald neue Steuer bezahlen – „Wird nun fällig“

Eine männliche Hand hält mehrere Euro-Scheine, darunter einen 200-Euro-Schein und einen 100-Euro-Schein. Daneben befindet sich ein weißes E-Auto mit geöffneter Ladeklappe und einem Ladestecker in der Öffnung. Der Hintergrund ist unscharf.
Symbolbild © istockphoto/deepblue4you

Viele haben es schon befürchtet und nun bewahrheitet sich das wohl. E-Auto-Fahrer sollen zukünftig eine neue Steuer bezahlen, die definitiv nicht schmeckt und keine geringe ist. Was das konkret bedeutet, muss man deutlich klarstellen.

Die Mobilitätswende ist nicht billig. E-Fahrzeuge, vor allem neue, ohnehin nicht – trotz aller Subventionen. Nun könnten E-Auto-Fahrer bald schon durch eine neue Steuer in Deutschland noch mehr finanziell belastet werden.

Die letzte große Schonfrist für Stromer läuft

Elektroautos waren mehr als nur ein Symbol für Wandel – sie waren steuerlich auch ein echtes Schnäppchen. Seit 2006 mussten Käufer rein batteriebetriebener Fahrzeuge keine Kfz-Steuer zahlen – ein Bonus, der oft unterschätzt wurde. Inzwischen sind über eine Million Stromer auf Deutschlands Straßen unterwegs – mit dem Wissen, dass der Staat sie fürs emissionsfreie Fahren belohnt.

Doch damit ist bald Schluss. Die Bundesregierung zieht langsam, aber deutlich spürbar die Handbremse: Die volle Steuerbefreiung gilt nur noch für Fahrzeuge, die bis spätestens zum 31. Dezember 2025 erstmals zugelassen werden. Danach ist Schluss mit Steuerfreiheit – auch wenn die Umstellung nicht sofort jeden trifft, dürfte sie die E-Mobilität finanziell verändern. Ein Blick auf die Details zeigt, warum: Wer sein Fahrzeug noch rechtzeitig anmeldet, bleibt bis Ende 2030 steuerfrei. Erst danach wird die Kfz-Steuer fällig – ein Vorteil, der sich über Jahre summiert. Kein Wunder also, dass Gebrauchtwagen mit passendem Erstzulassungsdatum bald besonders gefragt sein könnten.

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E-Auto-Fahrer und die Steuer: Was ab 2026 anders wird

Ab dem 1. Januar 2026 greift ein neues System – alle neu zugelassenen E-Autos werden dann regulär besteuert. Zwar bleibt ein 50-Prozent-Rabatt gegenüber Verbrennern bestehen, doch die Zeiten steuerlicher Nullrunden sind vorbei. Die Berechnung orientiert sich künftig am Gesamtgewicht des Fahrzeugs – große SUVs zahlen mehr als kleine Cityflitzer, bleiben aber unter dem Niveau vergleichbarer Benziner oder Diesel.

Je nach Fahrzeugklasse entstehen dann jährlich rund 40 bis 80 Euro an Kfz-Steuer – das klingt moderat, ist aber dennoch ein Paradigmenwechsel. Gleichzeitig steigen auch die CO₂-Kosten für Kraftstoffe: Laut ADAC dürften Benzin und Diesel ab 2026 um bis zu 19 Cent pro Liter teurer werden – ein weiterer Pluspunkt für Stromer. Auch im Unterhalt bleiben E-Autos konkurrenzlos: Sie benötigen weniger Wartung, keine Ölwechsel – laut Studien oft 50 Prozent günstiger als Verbrenner. Wer jetzt clever plant, sichert sich also nicht nur Steuerfreiheit bis 2030, sondern profitiert auch langfristig von niedrigeren Betriebskosten.