
Die E-Auto-Krise könnte sich in Deutschland weiter zuspitzen, denn die Bürger halten hierzulande immer noch sehr am Verbrenner fest. Sogar die Politiker gehen diesen Weg mit und fordern das Verschieben des Verbrenner-Verbots ab 2035. Die Folgen sind laut Experten schwerwiegend und nicht mehr umkehrbar.
Sehr zum Leidwesen der Automobilindustrie kaufen sich die Bürgerinnen und Bürger lieber einen Verbrenner. Was jedoch kaum jemand sieht: Durch dieses Verhalten spitzt sich die E-Auto-Krise in Deutschland weiter zu. Mit weitreichenden Folgen für die gesamte Wirtschaft.
Aus dem Verbrenner-Verbot: „Selbst die Politik ist von diesem Weg überzeugt“
Am 9. Oktober tagte der Autogipfel mit Bundeskanzler Friedrich Merz und zahlreichen Größen aus der Automobilindustrie. Alle waren sich an diesem Tag einig: Merz muss sein Veto einlegen und dafür sorgen, dass die EU das angestrebte Verbrenner-Verbot ab 2035 verschiebt. Nur so könne man eine wirtschaftliche Katastrophe in Deutschland verhindern. Hunderttausende Arbeitsplätze seien in Gefahr, wenn man diesen Weg gehe. Schließlich ist die Automobilindustrie eine tragende Säule der Wirtschaft in Deutschland. Doch Experten sehen diese Sicht kritisch und zeigen Folgen auf, die Deutschland lange Zeit beschäftigen und lähmen werden.
E-Auto-Krise in Deutschland: Experten warnen vor einem schwerwiegenden Fehler
Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wollen kein E-Auto, sondern lieber einen Verbrenner. Gut, dann sollen sie ihn noch, solange es eben geht, bekommen. Im Laufe der Zeit muss es doch möglich sein, die Bevölkerung von der E-Mobilität zu überzeugen, sodass sie dann in einigen Jahren und Jahrzehnten freiwillig zum Stromer greift. Wenn man dem Verbraucher nur die Wahl lasse und ihn nicht bevormunde, werde alles schon den richtigen Weg gehen. So zeigt sich die bisherige Auffassung, und auch die Poiitik ist auf diesen Zug aufgesprungen.
Dies sehen Experten jedoch als fatalen Fehler an. Die Menschen kaufen den Verbrenner, weil die großen Automarken ihn noch anbieten, so die Fachleute. Dadurch entstehe im Ausland der Eindruck, dass deutsche E-Autos nicht gut seien und man deshalb Verbrenner als Alternative anbiete. Dies spiele zum Beispiel den chinesischen Marken absolut in die Hände. Für die jetzigen Führungskräfte der Autobauer mag diese Herangehensweise noch funktionieren, doch für die nachfolgenden Generationen nicht mehr. Man müsse die Chance nutzen und, ebenso wie andere Staaten, den Stromer an die erste Stelle setzen und somit klar das richtige Signal setzen, so die Experten. Nur so könne man es schaffen, dass auch deutsche E-Autos international gefragt sind und damit die Zukunft der deutschen Autobauer stärken. Alles andere würde Deutschland in einem großen Bereich abhängen, der tragend für die Wirtschaft hierzulande ist.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, IG Metall, Universität Bamberg)














