E-Auto-Prämie heiß begehrt – jetzt sollen strenge Regeln kommen

Zu sehen sind bunte Spielzeugautos, die übereinandergestapelt sind. Im Vordergrund befindet sich eine weiße Steckdose. Daran befestigt sind zwei farbige Zettel. Auf dem gelben Zettel steht "Kaufprämie" zusammen mit dem deutschen Bundesadler-Symbol und auf dem grünen Zettel steht "E-Mobilität".
Symbolbild © imago/Christian Ohde

Bis zu 6.000 Euro legt der Staat beim Kauf eines neuen E-Autos dazu. Die neue E-Auto-Prämie stößt auf großes Interesse. Doch Verbraucherschützer wollen die Regeln verändern – und das könnte vor allem Käufer teurer Modelle treffen.

Seit Mai können Privatpersonen die neue E-Auto-Förderung beantragen. Sie gilt rückwirkend für förderfähige Fahrzeuge, die seit dem 1. Januar 2026 neu zugelassen wurden. Je nach Einkommen, Familiengröße und Fahrzeug erhalten Käufer zwischen 1.500 und 6.000 Euro.

Strenge Regeln kommen: E-Auto-Prämie heiß begehrt

Die Verbraucherzentralen wollen die staatlichen Kaufanreize nun stärker auf günstigere Elektroautos konzentrieren. Dahinter steckt ein einfaches Argument: Wer sich ohnehin einen besonders teuren Neuwagen leisten kann, braucht nach Ansicht der Verbraucherschützer weniger Unterstützung vom Staat. Die Förderung soll stattdessen Menschen helfen, für die der höhere Anschaffungspreis eines Elektroautos tatsächlich eine Hürde darstellt. Schon heute ist die Prämie sozial gestaffelt. Für Haushalte gelten Einkommensgrenzen, Familien mit Kindern können höhere Zuschüsse erhalten. Eine feste Obergrenze beim Kaufpreis des Autos könnte die Förderung allerdings noch stärker auf günstigere Modelle lenken.

Das Interesse an der Prämie zeigt, wie wichtig der Preis beim Umstieg weiterhin ist. Die Bundesregierung will mit dem Programm ausdrücklich Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen unterstützen. Gleichzeitig soll die Förderung den Absatz von Elektroautos ankurbeln. Erste Antragsdaten zeigen zudem, dass nicht hauptsächlich chinesische Hersteller profitieren. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums entfielen Mitte Juni weniger als 15 Prozent der eingegangenen Anträge auf Fahrzeuge chinesischer Marken.

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Aktuelle Förderung wackelt: E-Auto-Wende wieder in Gefahr?

Für Käufer gilt vorerst jedoch Entwarnung: Die Forderung der Verbraucherzentralen ändert die aktuellen Förderbedingungen nicht automatisch. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann weiterhin einen Antrag stellen. Maßgeblich ist bei der Förderung das Datum der Neuzulassung. Neben reinen Elektroautos kommen unter bestimmten Bedingungen auch Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender infrage. Die Höhe des Zuschusses hängt von Fahrzeug, Einkommen und der Zahl der Kinder ab. Wer einen Autokauf plant, sollte deshalb die aktuellen Förderbedingungen prüfen, bevor er einen Vertrag unterschreibt. Die politische Diskussion könnte schließlich darüber entscheiden, ob der Staat künftig stärker zwischen einem günstigen Stromer und einem teuren E-Auto unterscheidet.

(Quellen: Bundesregierung, Verbraucherzentralen)