
Ein liegengebliebenes Fahrzeug sorgt schnell für Stress und hohe Kosten. Das gilt nicht nur für Verbrenner, sondern auch für Elektroautos. Das kann allerdings ziemlich teuer werden – in manchen Fällen über 20.000 Euro.
Auch mit einem Elektroauto können Fahrer liegen bleiben. Eine leere Batterie, ein technischer Defekt oder ein Unfall kann jedes Fahrzeug stilllegen. Zudem reagieren moderne Systeme sensibel, wenn Softwarefehler auftreten oder Sensoren ausfallen. Deshalb braucht auch ein E-Auto im Ernstfall schnelle Hilfe.
Elektroautos stellen Einsatzkräfte vor neue Herausforderungen
Einsatzkräfte müssen besondere Sicherheitsregeln beachten, wenn sie ein Elektrofahrzeug bergen. Dadurch entstehen zusätzliche Anforderungen, die viele Menschen unterschätzen. Dennoch bleibt klar: Elektromobilität schützt nicht vor Pannen, sondern verändert lediglich die Art der Hilfe. Viele Menschen zweifeln weiterhin, ob sie sich ein Elektroauto zulegen sollen. Sie sorgen sich um die Reichweite, die Ladeinfrastruktur und die Anschaffungskosten. Außerdem vergleichen sie die Alltagstauglichkeit mit klassischen Antrieben. Deshalb warten einige Kaufinteressierte ab und beobachten die technische Entwicklung. Gleichzeitig steigen die Zulassungszahlen in vielen Regionen, weil Hersteller neue Modelle anbieten und die Ladeleistung wächst. Trotzdem bleiben Unsicherheiten bestehen, insbesondere bei längeren Strecken oder im ländlichen Raum.
Abschleppfirma fordert über 20.000 Euro
Bei Verbrennerfahrzeugen greift im Pannenfall meist der klassische Abschleppdienst. Er transportiert das Fahrzeug in eine Werkstatt oder zu einem sicheren Standort. Dabei entstehen Kosten, die je nach Entfernung und Aufwand stark variieren. Ohne Schutzbrief oder Mitgliedschaft im Automobilclub zahlen Fahrzeughalter schnell mehrere hundert Euro. Wenn der Abschleppwagen über längere Strecken fährt oder Spezialtechnik einsetzt, steigen die Beträge weiter. Deshalb empfehlen Experten, Versicherungsbedingungen genau zu prüfen. So lassen sich unerwartete Ausgaben zumindest teilweise vermeiden.
Bleibt ein Elektroauto liegen, können die Kosten in manchen Fällen extrem steigen. Nach einem schweren Unfall können die Ausgaben besonders hoch ausfallen. In einem konkreten Fall stellte ein Abschleppunternehmen für einen vollständig zerstörten Peugeot E-208 mehr als 20.000 Euro in Rechnung. Das Team behandelte das Fahrzeug aufgrund der Einstufung als Gefahrgut mit besonderer Vorsicht. Es setzte ein spezielles Bergungsfahrzeug ein und konsultierte einen Fachmann für Hochvoltbatterien. Zusätzlich lagerte die Firma den entnommenen Akku mehrere Tage getrennt, was weitere Gebühren verursachte. Diese zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen erhöhen den Aufwand erheblich und treiben die Gesamtkosten deutlich nach oben.
(Quellen: Verbraucherzentrale, ADAC, dpa, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














