E-Autobesitzer freuen sich auf Zuschuss – „Satte 6.000 Euro“

Im Vordergrund, vor einer modernen Ladesäule für E-Autos, hält jemand eine beträchtliche Anzahl von Geldscheinen in seiner Hand. Das Laden von Elektroautos an Ladestationen wird immer teurer.
Symbolbild © imago/MiS

Politiker planen, dass E-Autobesitzer einen Zuschuss von 6.000 Euro für Elektrofahrzeuge bekommen sollen. Damit sollen E-Autos wieder attraktiver für deutsche Bürger werden. Die Branche steckt seit einiger Zeit in der Krise.

Dieser Zuschuss könnte die angeschlagene E-Auto-Branche wieder aufwecken. Politiker planen jetzt, eine 6.000-Euro-Prämie an E-Autobesitzer zu verteilen. Die Antragsteller müssen jedoch eine wichtige Bedingung erfüllen.

E-Autobesitzer sollen satten Zuschuss bekommen – unter einer Bedingung

Seitdem es in Deutschland keine staatliche Anschaffungsprämie mehr für E-Autos gibt, befindet sich die Branche in der Krise. Eine neue Idee könnte jetzt dazu beitragen, dass wieder mehr Elektroautos auf die deutschen Straßen kommen. Politiker planen, dass E-Autobesitzer einen satten Zuschuss von 6.000 Euro bekommen sollen. Der Vorstoß soll dazu beitragen, Elektrofahrzeuge wieder attraktiver zu machen, um die Klimaziele zu erreichen. Der Plan erinnert dabei an eine Maßnahme, die bereits vor über 15 Jahren in Deutschland berühmt wurde.

So gleicht der Vorschlag der sogenannten Abwrackprämie, die im Jahr 2009 der Wirtschaft in Deutschland aus einer Krise half. Damals kassierten Autobesitzer 2.500 Euro ein, wenn sie ihren alten Wagen gegen ein neues Fahrzeug eintauschten. Der Zuschuss für E-Autos, den Politiker jetzt diskutieren, geht in eine ähnliche Richtung. Jedoch sollen nur diejenigen die Prämie in Höhe von 6.000 Euro bekommen, die einen Verbrenner gegen ein Elektroauto eintauschen. Der komplette Betrag soll jedoch nur denen zustehen, die sich einen Neuwagen als E-Auto zulegen. Wer ein gebrauchtes Elektrofahrzeug kauft, kassiert aber immerhin noch 3.000 Euro Prämie, so der Plan.

Lesen Sie auch
Konkurrenz: VW, BMW und Mercedes verlieren den Anschluss

Frisches Fördergeld auch bei anderen E-Auto-Projekten

Neben der ausgelaufenen Kaufprämie sind auch die Fördertöpfe für private Ladesäulen und Speicher weitestgehend leer. Daher fordern dieselben Politiker, die sich nun für die Prämie aussprechen, für solche Projekte ebenfalls neues Geld lockerzumachen. Zudem wird über eine Prämie diskutiert, die alle Bürger bekommen sollen, wenn sie sich ein E-Auto leasen. Die Vorschläge sind bereits zu Papier gebracht und wurden erstmals bei einem Autogipfel Ende September diskutiert. Viele Experten begrüßen zwar den Zuschuss für E-Autobesitzer in Höhe von 6.000 Euro. Gleichzeitig mahnen einige Branchenkenner aber, dass diese Maßnahme allein nicht ausreichen werde, um die Probleme der Automobilindustrie zu lösen.