E-Autos so günstig wie nie: Nur der Akku macht vielen Sorgen

Bunte Spielzeugautos, die übereinandergestapelt sind. Im Vordergrund befindet sich eine weiße Steckdose. Daran befestigt sind zwei farbige Zettel. Auf dem gelben Zettel steht "Kaufprämie" zusammen mit dem deutschen Bundesadler-Symbol und auf dem grünen Zettel steht "E-Mobilität".
Symbolbild © imago/Christian Ohde

Angesichts der steigenden Spritpreise denken viele Menschen darüber nach, ein gebrauchtes Auto zu kaufen. Dabei stellt sich jedoch die Frage nach der Haltbarkeit des Akkus. Wenn der Akku schlappmacht, ist das gesamte Elektroauto nichts mehr wert.

Der Markt für gebrauchte Elektroautos kommt zunehmend in Bewegung. Nachdem die Preise in den vergangenen Monaten spürbar gesunken sind, interessieren sich immer mehr Menschen für einen Stromer aus zweiter Hand. Vor allem Fahrzeuge, die vor wenigen Jahren noch deutlich teurer waren, werden inzwischen zu attraktiven Preisen angeboten.

Alte E-Autos werden immer günstiger – Akku-Leistung steht im Fokus

Trotzdem zögern viele Käufer. Der Grund ist fast immer derselbe: Wie lange hält der Akku noch? Nach Einschätzung von Fachleuten sind die Sorgen oft größer als nötig. Moderne Hochvoltbatterien sind auf eine lange Lebensdauer ausgelegt und verlieren ihre Leistung in der Regel nur langsam. Viele Hersteller geben Garantien von bis zu acht Jahren oder 160.000 Kilometern auf die Batterie. Meist wird zugesichert, dass der Akku innerhalb dieses Zeitraums noch mindestens 70 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität erreicht.

Wie gut eine Batterie tatsächlich erhalten ist, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Eine wichtige Rolle spielen das Alter des Fahrzeugs, die gefahrenen Kilometer und das Ladeverhalten des Vorbesitzers. Häufiges Schnellladen oder dauerhaft hohe Ladezustände können die Alterung beschleunigen. Fahrzeuge, die überwiegend mit normaler Wechselstromladung geladen wurden und regelmäßig genutzt werden, schneiden oft besser ab.

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Akku-Check ermittelt die Haltbarkeit der E-Autos

Vor dem Kauf empfehlen Experten deshalb einen Blick auf den Gesundheitszustand der Batterie. Immer mehr Werkstätten und Prüforganisationen bieten sogenannte Akku-Checks an. Dabei wird die sogenannte State-of-Health, kurz SoH, ermittelt. Sie gibt an, wie viel der ursprünglichen Batteriekapazität noch verfügbar ist. Ein solcher Nachweis kann Käufern zusätzliche Sicherheit geben und hilft auch dabei, den Preis eines Fahrzeugs besser einzuschätzen.

Neben der Batterie sollten Interessenten die gleichen Punkte prüfen wie bei jedem anderen Gebrauchtwagen. Dazu gehören ein lückenloses Wartungsheft, der allgemeine Fahrzeugzustand, mögliche Unfallschäden und die Funktion der Ladeeinrichtung. Auch Softwareupdates können eine wichtige Rolle spielen, da sie Reichweite und Batteriemanagement verbessern können.

(Quellen: ADAC, TÜV Verband, DAT Deutsche Automobil Treuhand, Kraftfahrt-Bundesamt)