E-Mobilität: Nächster deutscher Autobauer hält an Verbrenner fest

Autos werden auf einem Laufband in einer Produktionsstätte angefertigt. Die Autos stehen ohne Türen und Räder in der großen Halle.
Symbolbild © istockphoto/RainerPlendl

Ein deutscher Autohersteller hat noch kein Datum für das Ende des Verbrennungsmotors genannt. Alles deutet darauf hin, dass dieser Autobauer weiter am Verbrennungsmotor festhält, um dem Wandel der Mobilität zu trotzen.

Kein unbedeutender Autohersteller hält am Verbrennungsmotor fest, zumindest gibt es bis heute kein konkretes Datum für den Ausstieg. Und nicht nur das: Neue Benzin- und Dieselmotoren für SUVs werden gerade erst entwickelt. Dabei handelt es sich nicht um Unbekannte.

BMW hält am Verbrennungsmotor fest

2035 soll Schluss sein mit dem Verbrennungsmotor. Darin sind sich die meisten Hersteller einig. Es gibt aber auch Unternehmen, die sich diesem Trend widersetzen. Auch mit der EU muss man sich noch auf ein festes Ausstiegsdatum einigen. Ausgerechnet BMW scheint aus der Reihe zu tanzen, denn hier gibt es bis heute kein festes Ausstiegsdatum.

Im Gegenteil, man plant derzeit eine neue Generation von Dieselmotoren mit vier, sechs und acht Zylindern. Auch bei den großen Aggregaten scheint BMW einen anderen Weg zu gehen. Bei der Konkurrenz steht vor allem das Downsizing – also der Trend zur Verkleinerung – im Vordergrund. Bei BMW hingegen sollen die neuen Motoren und Antriebseinheiten noch über Jahrzehnte verkauft werden und vor allem die modernen SUV-Baureihen antreiben.

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Die SUV mit Verbrennungsmotor verkaufen sich nach wie vor sehr gut. Das gilt für den X5, den X6 und den X7. Man kann fast verstehen, dass BMW diese Autos noch möglichst lange verkaufen will. Nicht zu vernachlässigen ist ein wichtiger Markt, der in China liegt. Hier haben die Elektroautos noch nicht so richtig Fuß gefasst. Der Wettbewerb ist im Moment noch klar verteilt, der Anteil der Elektroautos ist deutlich geringer. Die Verbrennungsmotoren sind nach wie vor die Verkaufsschlager bei BMW.

Strenge Auflagen zwingen auch in München zum Umdenken

Zusammen mit der Brennstoffzelle, auf die man in München einfach nicht verzichten will, stehen derzeit drei verschiedene Antriebe zur Auswahl. Damit soll langfristig auch die Auslastung der Werke optimiert werden. Die hohen Stückzahlen ermöglichen eine Optimierung und bessere Verteilung auf die neueren Technologien. Auch Elektroautos sollen auf dieser Plattform mit Nachdruck weiterentwickelt werden. Mit der neuen Abgasnorm Euro sieben gelten noch strengere Vorschriften für den Ausstoß von Ammoniak, Kohlenmonoxid und Stickoxiden. Für viele Motorenprogramme bedeutet das das Aus. Eines scheint schon jetzt sicher: Starnberg bei München wird zur Fabrik für Elektroautos.